Foto: I am Kulz / Shutterstock.com

Das wichtigste Fahrradzubehör im Überblick

Die Flut an Fahrradzubehör kann schon ziemlich überwältigend sein. Wofür braucht man einen Rollentrainer, welcher Fahrradcomputer besitzt eine GPS-Steuerung und auf welchem Sattel sitze ich am bequemsten?

In Wirklichkeit bedarf es aber gar nicht all zu vielen Zubehörartikeln, um auf dem Rad von A nach B zu kommen. Die meisten Radfahrer fahren sogar nur mit Alltagskleidung und vielleicht einem Rucksack oder einer Tasche.

Trotzdem gibt es unerlässliche Fahrradzubehör-Artikel, die du brauchst, wenn du mehr als nur von hier nach da fahren willst. Manche davon erhöhen deine Sicherheit beim Fahren, andere wiederum sorgen für mehr Spaß oder mehr Komfort.

Fahrradhelm

Fahrradhelm Vergleich

Foto: ImYanis / shutterstock.com

Kein professionelles Fahrradrennen ohne den richtigen Helm. Zwar gibt es in Deutschland keine Helmpflicht, das Tragen eines Helms ist aber immer dann empfehlenswert, wenn man nicht mit anderen Verkehrsteilnehmern in die Quere kommt.

In Städten mit gut ausgebauten Radwegen wie in Amsterdam verzichtet sogar der Großteil der Radfahrer auf Helme, da es bei den niedrigen Geschwindigkeiten kaum zu Stürzen kommt.

Trotzdem gilt: Bei sportlichem Radfahren ist der Helm quasi unumgänglich. Egal ob beim Mountainbiking oder beim Rennradfahren herrscht erhöhte Sturzgefahr. Immer dann, wenn die Grenzen des Möglichen getestet werden, sollte sich unbedingt ein Helm auf dem Kopf befinden.

Beim Kauf ist auf eine enge Passform zu achten, die den Kopf voll umfasst und mit einem eng anliegenden Gurt fixiert wird.

Fahrradschloss

https://hobbeasy.de/fahrradcomputer-test/

Foto: Syda Productions / shutterstock.com

Fahrraddiebstahl ist eins der häufigsten Verbrechen in Deutschland. Wenn du mit dem Rad auf der Straße unterwegs bist und es abstellen willst, musst du es abschließen.

Fahrradschlösser werden in verschiedenen Arten angeboten. Zwischen den Schlossarten gibt es ein deutliches Preisgefälle von den beinahe unknackbaren Schlössern bis hin zu den Modellen, die lediglich als Attrappe dienen könnten.

Faltschlösser lassen sich besonders leicht in einer Fahrradtasche transportieren. Bügelschlösser liefern ein gutes Ergebnis für relativ wenig Geld. Kettenschlösser sind nach wie vor der Klassiker und sind nicht zu unterschätzen. Der Schließmechanismus sollte per Schlüssel betätigt werden können und möglichst klein im Durchmesser sein, damit ein Dietrich wirkungslos ist.

Fahrradbeleuchtung

Fahrradbeleuchtung

Foto: CHOKCHAI POOMICHAIYA / shutterstock.com

Eine fehlende oder defekte Fahrradbeleuchtung führt bei Dunkelheit, wenn man Pech hat und angehalten wird, zu einem Bußgeld von 20 Euro plus ggf. Aufschläge für die Zustellung. Rechnungen in Höhe von 48 Euro sind deshalb bei diesem Sachverhalt nicht selten.

Die korrekte Fahrradbeleuchtung ist detailliert in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) beschrieben. Am wichtigsten ist ein funktionierendes Front- und Rücklicht. Das Frontlicht leuchtet hell, das Rücklicht leuchtet rot.

Die wichtigste Funktion der Beleuchtung ist die, von den anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig wahrgenommen werden zu können. In den meisten Fällen reicht deshalb eine Beleuchtung in mittlerer Leuchtstärke. Reflektoren am Rad oder an der Kleidung können in der dunklen Jahreszeit die eigene Sichtbarkeit erhöhen.

Für den sportlichen Einsatz steht bei der Beleuchtung nicht das reine „Gesehen werden“ im Vordergrund, sondern die perfekte Ausleuchtung des Untergrunds. Gerade Mountainbiker, die in der Dunkelheit über unebenes Terrain fahren, brauchen maximale Leuchtkraft.

Die Fahrradbeleuchtung wird per Batterie oder Akku betrieben. Auf die Vorteile und alle weitere Unterschiede bei der Wahl des Fahrradlichts gehen wir in unserem Ratgeber ein.

Fahrradgepäck

Fahrradgepäck

Foto: Dudarev Mikhail / Shutterstock.com

Die wenigsten Fahrradausflüge können komplett auf Gepäck verzichten. Sei es das Werkzeug-Kit in der Satteltasche oder die Arbeitsunterlagen in einem Fahrradrucksack. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man Gepäck auf einem Fahrrad transportieren kann. Um das richtige Gepäckstück auszuwählen, ist es wichtig zu wissen, welche Art des Fahrradfahrens du überhaupt betreibst.

Für die tägliche Pendelei zwischen Wohnort und Arbeitsplatz reicht ein Fahrradrucksack mit einem guten Rückenpolster, das den Schweiß möglichst fernhält. Eine Kuriertasche ist da schon für mehr Gepäck geeignet, haben aber den Nachteil, dass sie den Rücken ganz schön aufheizen.

Für längere Fahrten ist statt einer am Körper getragenen Tasche die Last an Gepäckstücke zu übertragen, die am Fahrrad befestigt werden. Fahrradtaschen gibt es für das Hinterrad, den Gepäckträger, den Lenker, den Rahmen und den Sattel.

Falls du eine mehrtägige Tour geplant hast, ist gegebenenfalls auch die Kombination aus Rucksack und Fahrradtasche(n) die beste Wahl, um all das nötige Gepäck unterzubringen.

Luftpumpe und Werkzeuge

Fahrradpumpe

Foto: MilanMarkovic78 / shutterstock.com

Dem Reifen kann zu jeder Zeit die Luft ausgehen. Um dem Probleme schnell entgegenzuwirken, sollten sich stets Flickzeug und Fahrradpumpe an Bord befinden. Das Flickzeug findet am besten in der Satteltasche Platz, die Fahrradpumpe entweder in einer Rahmentasche oder per Befestigung direkt am Fahrrad.

Sofern möglich solltest du eine Luftpumpe in normaler Größe wählen. Minipumpen sind zwar in Ordnung, benötigen jedoch wesentlich mehr Zeit, um den Schlauch auf den nötigen Reifendruck aufzupumpen. Vor allem im sportlichen Einsatz ist eine lange Reparaturpause zu vermeiden.

Schutzbleche

Die meiste Räder werden ohne Schutzbleche verkauft, es sei denn du besitzt ein komfortables Stadtrad. Aber auch im sportlichen Einsatz sind Schutzbleche gegen Verschmutzungen eine gute Sache, wenn du nicht ständig den Rahmen vom Schlamm befreien willst.

Also: Falls du auch bei suboptimalen Wetterbedingungen im Regen fährst, solltest du über die Anschaffung eines Schutzbleches nachdenken. Als Fahrradzubehör besitzen sie keinerlei Nachteile, außer, dass sie eben ein bisschen weniger sportlich aussehen als der blanke Reife.

Fahrradschutzbleche sollten immer sowohl vorne als auch hinten installiert werden. Die meisten Räder besitzen bereits eine dafür vorgesehene Montierung. Bei Bikes, die eine solche Montierung nicht besitzen, solltest du ein Universalblech wählen, das mit allen Rädern kompatibel ist.

Fahrradbekleidung

Eine wasserfeste Fahrradjacke ist ein Muss im Herbst und Winter. Abgesehen davon kommt es immer auf den Einsatzzweck an. Mountainbiker tragen Shorts und ein Jersey, wohingegen Rennradler im hautengen Elastan unterwegs sind. Das Elastan sorgt dafür, dass die Kleidung perfekt anliegt und beim Radeln nicht stört. Der Schweiß wird nach außen abtransportiert. Fahrradhosen werden gewöhnlicherweise immer ohne Unterwäsche getragen.

Fahrradschuhe

Fahrradschuhe Vergleich

Foto: dolomite-summits / Shutterstock.com

Fahrradschuhe sind eine Sparte für sich, die getrennt vom Rest der Kleidung betrachtet werden muss. Fahrradschuhe besitzen eine steife Sohle, die die gesamte Tretkraft auf das Pedal transferiert.

Mountainbikeschuhe hingegen kommen oft mit einer robusten aber nicht ganz so steifen Sohle, die entweder ohne oder mit Klick-Pedalen gefahren werden kann.

Fahrradcomputer

Foto: Ruslan Sitarchuk / shutterstock.com

Der Fahrradcomputer ist mehr als nur ein reiner Geschwindigkeitstacho. Fortgeschrittene Modelle können zu deinem besten Trainingspartner werden. Einige Geräte lotsen dich gar per GPS über deine Route und messen Daten zu den Höhenmetern oder dem Gefälle.

Handyhalterung fürs Fahrrad

Handyhalterung Fahrrad Test Hero

Nicht jeder will sich einen Fahrradcomputer kaufen. Oft reicht ein Handy auch, um als Navigationsgerät herzuhalten oder um als Freisprechanlage genutzt zu werden. Mit der richtigen Halterung klappt das auch ganz gut.

Wir haben 7 verschiedene Halterungen getestet und zeigen dir, welche Modelle uns überzeugen konnten und welche enttäuscht haben.

Trinkflasche und Halterung

Falls dein Rad keine Flaschenhalterung hat, solltest du dir schleunigst eine zulegen. Die allermeisten Fahrräder besitzen dazu mindestens zwei Bohrungen am Rahmen. Häufig sind auch vier Bohren - zwei zusätzliche an der Sattelstange des Rahmens für eine weitere Flasche.

Halterungen werden aus Metall oder Carbon angeboten. Für den Anfang reicht ein Gestell aus Alu vollkommen aus. 

Handschuhe

Fahrradhandschuhe

Foto: Diego Cervo / Shutterstock.com

Im Radsport sind die Belastungen an den Händen auf längeren Fahrten enorm. Handschuhe schützen die Hände vor Blasen und sind bei einem Sturz deine Versicherung, dass deinen Handflächen nichts passiert.

Ein einfaches Paar frisst kein all zu tiefes Loch ins Portemonnaie, sorgt aber dafür, dass du den Lenker stets fest im Griff hast. 

>