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Epoxidharz Farbe: Mit diesen Farbarten kannst du Resin färben

An sich ist Epoxidharz eine farblose, transparente Flüssigkeit, die für eine ganze Bandbreite an Haus-, Reparatur- und Bastelarbeiten verwendet werden kann. Im künstlerischen und bastlerischen Bereich kommt häufig die Frage auf, welche Farbe Epoxidharz beigemischt werden kann, um es einzufärben. Die Antwort lautet: Es gibt mehrere Optionen, die allesamt ihre Vor- und Nachteile mitbringen.

Epoxidharz Farbe: Vergleich beliebter Farbarten

Acrylfarbe

Acrylfarbe besteht aus Kunstharzteilchen, Pigment, Wasser und Zusätzen zur Haltbarmachung. Die Farbe lässt sich perfekt mit dem flüssigen Epoxidharz vermischen, sodass das Ergebnis in dieser Hinsicht äußerst gleichmäßig ist.

Die Farbe härtet meist leicht matt aus, da das Bindemittel in der Regel eine milchige Farbe hat. Um das zu vermeiden, solltest du eine besonders flüssige Acrylfarbe wählen, die mit einem Acrylbinder hergestellt wurde, der farblos ist. Häufig sind das auch die Farben, die für ein Fluid Painting eingesetzt werden und eine hohe Fließfähigkeit aufweisen.

Tinte

Tinte basiert meist auf Wasser als Lösungsmittel, allerdings gibt es auch alkoholische Tinten. Beide Varianten bieten eine äußerst hohe Pigmentierung, sodass bereits wenige Tropfen ausreichen, um das Epoxidharz einzufärben.

Tinte ist eine gute Wahl, um Harz zu färben, allerdings sind die sonstigen Einsatzmöglichkeiten der Farbe bei weitem nicht so vielfältig wie die der Acrylfarbe.

Airbrushfarbe

Airbrushfarben sind im Grunde genommen nur ein Überbegriff für all die Farbarten, die auch in der Airbrush gesprüht werden können. Dabei handelt es sich bei genauerem Hinsehen beinahe immer um Acryl- oder Wasserfarben (beide auf Wasserbasis).

Der Unterschied zu herkömmlichen Acryl- oder Wasserfarben ist die sehr feine Struktur des Pigments sowie die hohe Fließfähigkeit. Als Airbrushfarben deklarierte Farben eignen sich zum Einfärben von Epoxidharz sehr gut, da sie eine hohe Leuchtkraft, eine feine Pigmentierung  und eine gute Mischbarkeit aufweisen.

Verglichen mit gewöhnlichen Acryl- oder Wasserfarben sind die meisten Airbrushfarben wesentlich teurer.

Wasserfarbe

Wasserfarbe vermischt sich bestens mit dem Harz. Einziger Nachteil im Vergleich zu Acrylfarben und Tinten ist die Tatsache, dass die Wasserfarbe recht schwach pigmentiert ist. Falls du dein Resin deckend einfärben willst, bist du mit anderen Farbarten besser bedient.

Falls du den verwaschenen Look der Aquarellfarbe in deine Resin-Kunst einarbeiten willst, wirst du mit einer herkömmlichen Wasserfarbe glücklich sein.

Trockenes Pigment

Nicht jedes Pigment ist in einer Flüssigkeit gelöst. Kreiden kommen in gepressten Blöcken, reines Pigment sogar nur als Pulver. Trotzdem kannst du auch diese Art der Farbe mit Epoxidharz vermischen, sofern du auf eine geringe Granularität achtest. Gemahlene Kreide oder reines Pigment lösen sich nicht vollständig in der Harzmischung auf, was du dir wiederum als gewünschten Effekt zunutze machen kannst. 

Falls du für deine Bastelei einen körnigen Look bevorzugst, wirst du mit trockenem Farbpulver die gewünschten Resultate erzielen.

Ölfarbe

Ölfarbe ist keine gute Wahl, um sie mit Epoxidharz zu vermischen. Die in der Farbe enthaltenen Lipide vertragen sich nicht besonders gut mit dem Harz, sodass sich keine stabile, einheitliche Verbindung zwischen Farbe und Harz ergibt. Selbst nach langem Umrühren separieren sich die beiden Bestandteile der Mischung, wodurch sich kleine Farbklumpen im Inneren des Harzes sammeln.


Sonstige Hinweise

Farbmenge

Es bedarf nicht sonderlich viel Farbe in der gesamten Mischung, um sie zu färben. Gewöhnlicherweise ist es am besten, auf dein Bauchgefühl zu vertrauen und nur wenige Tropfen beizumischen, bevor du es umrührst und bewerten kannst, wie sich das Gemisch farblich entwickelt.

Wenn du größere Mengen Resin färben willst, solltest du darauf achten, dass die Menge an Farbe in der Gesamtmischung nicht mehr als 5 Prozent ausmacht. Das liegt daran, dass die chemische Reaktion zwischen Harz und Härter eingeschränkt werden kann, wenn sich zu viel Farbe im Gemisch befindet. Viele Epoxidharze unterschiedlicher Hersteller sind sogar in der Lage korrekt zu reagieren, selbst wenn der Anteil der Farbe zwischen 5 und 15 Prozent beträgt. Hier solltest du auf die Angaben der Hersteller hören.

Wirkung verschiedener Hersteller

Die genauen Auswirkungen auf die Harze einzelner Hersteller können von unseren Ausführungen abweichen. Das liegt daran, dass die Materialzusammensetzungen der Hersteller unterschiedlich sind. Unter dem Oberbegriff des Epoxidharz verstecken sich verschiedene Mischverhältnisse und Qualitäten, die mit der Farbe unterschiedlich wechselwirken können.

Generell kannst du dich jedoch an den oben beschriebenen Farbwirkungen für die meisten Hersteller orientieren.


Fazit zum Einfärben von Epoxidharz

Abseits der vorgestellten Farbarten kannst du mit vielen weiteren Optionen experimentieren. Häufig sieht man auch Nagellack oder ähnlich ausgefallene Varianten, die bei vielen Bastlerinnen und Bastlern den gewünschten Effekt erzielen.

Falls du Erfahrung im Einfärben verschiedener Harze hast, freuen wir uns über einen Kommentar mit deinen Tipps.

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