Alle Gitarrengrößen im Überblick

Zu viel Auswahl sorgt für Verwirrung bei den Käufern. So ähnlich ergeht es uns auch bei den zahlreichen Gitarrengrößen, die allesamt für unterschiedliche Zwecke geeignet sind. Wenn du auf der Suche nach einer Gitarre bist, jedoch noch nicht weißt, welche Größe die richtige ist, wird dir dieser Artikel helfen.

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Die Ukulele - Die kleinste Form

Die Ukulele stammt aus Hawaii und besitzt im Gegensatz zu gewöhnlichen Gitarren nur vier Saiten. Ukulelen sind spätestens seit Israel Kamakawiwo'oles Interpretation von Somewhere over the Rainbow wieder angesagt.

Ukulelen sind aber nicht nur für Musikerinnen und Musiker geeignet, die den Klang und die Leichtigkeit der Ukulele lieben, sondern auch für Kinder, die statt auf einer kleinen Gitarre auf einer Ukulele das Musizieren lernen wollen.

Die Ukulele entfaltet einen sehr gleichmäßigen Höhenpegel mit ganz besonderem Klang. Trotzdem kann der Umstieg von einer Ukulele zu einer ausgewachsenen Gitarre später ein wenig mühsam sein, da die Ukulele anders gestimmt wird.

Ukulele

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Die Gitalele - Das Übergangsmodell

Die Gitalele oder Guitarlele ist so etwas wie das Kind aus Gitarre und Ukulele. Die Gitalele ist nur etwas größer als eine Ukulele, besitzt dafür jedoch die sechs Saiten der Gitarre.

Dadurch, dass sie sich ähnlich wie eine große Gitarre spielen und stimmen lässt, nimmt die musikalische Vielfalt der Gitalele deutlich zu. Trotzdem wiegt sie nicht viel mehr als eine richtige Ukulele und ist somit für den Transport bestens geeignet.

Du kannst dieselben Akkordtabellen einer gewöhnlichen Gitarre verwenden. Im Spielen einer Gitarre und einer Gitalele besteht kein all zu großer Unterschied, außer, dass sie wesentlich höher gestimmt sind.

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½ Gitarre – Die Einstiegsgröße

Eine ½ Gitarre ist die beste Wahl für Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren. Sie ist genau halb so groß wie die Gitarre für Erwachsene und kommt zum Einsatz, wenn Kinder mit größeren Gitarren Probleme beim Spielen haben.

Die ½ Gitarre unterscheidet sich von der Gitalele insoweit, dass ihre Tonhöhe der einer „Erwachsenen-Gitarre“ entspricht. Für junge Spielerinnen und Spieler, die später planen, auf eine 4/4 Gitarre zu wechseln, bietet diese Größe einen besseren Einstieg, um mit dem Klang und der Tonhöhe vertraut zu werden.

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¾ Gitarre - Auf halber Strecke

Die ¾ Gitarre ist geeignet für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 13 Jahren, die sich Schritt für Schritt an die volle Größe der 4/4 Gitarre herantasten wollen. Trotzdem sind sie auch gerade für kleinere Frauen gut geeignet, die sich beim Umgreifen und Spielen der 4/4 Gitarre ein wenig schwer tun.

Sowohl akustische als auch elektrische Gitarren werden in der ¾-Größe angeboten, wobei die elektrische Gitarre im Vergleich zur akustischen einen wesentlich flacheren und schmaleren Korpus besitzt. Schließlich benötigt eine elektrische Gitarre keinen riesigen Klangkörper, in dem die Töne schwingen können wie die Akustikgitarre. Ihre Länge ist jedoch genau gleich.

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Parlor-Gitarren – Die „kleine“ Große

Die Parlor Gitarre ist die kleinste Ausführung der 4/4 Gitarren. Sie ist geeignet für Gitarristinnen und Gitarristen, die den Übergang von 3/4 zu 4/4 Gitarre bewältigen wollen, ohne sich zu lange umgewöhnen zu müssen.

Die Parlor-Gitarre sind wesentlich leichter zu spielen als beispielsweise eine Jumbo- oder eine Dreadnought-Form und werden daher gerne von Frauen bevorzugt. Das Greifen fällt trotz ihrer Länge leicht, da sie tief auf dem Knie sitzt und ihr Klangkörper nicht so kastig ist.

Der Klang der Parlor-Gitarre ist weitestgehend ausgewogen – Ihr Klang ist deutlich tiefer als der einer kleineren Gitarre und nicht so basslastig wie eine Jumbo.

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Auditorium-Gitarren – Das Klangwunder

Die Auditorium-Gitarre ist in etwa so groß wie die Dreadnought, allerdings wesentlich kurviger und schmaler, sodass das Spielen leicht fällt. Auditorium-Gitarren besitzen trotzdem einen satten, basslastigen Klang, vor allem wegen ihres nach unten hin sehr breiten Korpus, ähnlicher einer Dreadnought oder Jumbo-Gitarre.

Obwohl sie deutlich handlicher ist als die klassischen Dreadnoughts kommt ihr durchdringender Sound beinahe an sie heran.

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Dreadnoughts – Der Klassiker

Die Dreadnought ist die Gitarrenform in 4/4 Größe schlechthin. Sie macht einen Großteil der heutzutage angebotenen akustischen Gitarren aus und ist für vielseitige Einsatzzwecke geeignet.

Dank ihres hervorragenden, durchdringenden und lauten Klangs ist die Dreadnought die Gitarre der Wahl für alle Gitarristinnen und Gitarristen, die ihr Instrument gerne über die der Bandmitglieder erheben.

Aufgrund ihrer Bauweise ist ihr Sound relativ basslastig.

Unter den Gitarrengrößen ist nur eine Bauform noch größer als die Dreadnought.

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Jumbo – So groß wie möglich

Die Jumbo-Gitarre ist die größte Gitarrenform, die auf dem Markt angeboten wird. Sie weisen einen warmen, durchdringenden Klang auf.

Mit ihrer Größe und dem satten Klang kommt allerdings auch das Problem des Transports und der Spielbarkeit auf. Für kleinere Musikerinnen und Musiker ist die Jumbo möglicherweise schlichtweg zu groß und unangenehm zu spielen. Diese Gitarrengröße liegt generell eher größeren Spielerinnen und Spielern, für die die Größe kein Hindernis darstellt.

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E-Gitarren-Größen

Auch elektrische Gitarren werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Meist beschränkt sich die Auswahl jedoch auf die Größen 1/2, 3/4 und 4/4, da bestimmte Bauformen wie Parlor, Dreadnought oder Jumbo nicht notwendig sind, um unterschiedliche Sounds entstehen zu lassen.

Bei einer E-Gitarre entscheidet nicht die Größe und die Form des Klangkörpers über den Klang des Instruments, sondern der elektrische Tonabnehmer, die Saiten, das Tuning und der Verstärker.

E-Gitarren sind daher auch wesentlich flacher und schmaler als akustische Gitarren, jedoch genauso lang. Obwohl E-Gitarren kleiner und weniger Volumen besitzen, sind sie meist deutlich schwerer als eine Akustikgitarre in gleicher Größe.

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Einstiegsformen und Zwischenstufen

Die wohl wichtigsten Gitarrengrößen haben wir bereits genannt, es werden aber auch Gitarren in 1/8, ¼ und 7/8 Größen angeboten. Solche Gitarrengrößen sind meist nicht unbedingt sinnvoll, da der Nachwuchs schnell aus den kleinen Größen herauswächst und dann ein neues Modell benötigt wird.

Jungen Musikerinnen und Musikern raten wir daher, mit einer ½ Gitarre zu starten, die schon ab 7 Jahren, bzw. einer Körpergröße von 1,10 bis 1,20m spielbar ist. Sollten diese Gitarren noch zu groß sein, ist eine Gitalele eine coole Alternative, die auch später noch Ukulelen-artig gespielt werden kann.

Die 7/8 Größe kann statt einer Parlor-Gitarre verwendet werden, wobei der Unterschied minimal ist und sie sich in ihrer Größe kaum von einer 4/4 Gitarre unterscheidet. 

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