Kaltporzellan selber machen + 3 Bastelideen

Genaugenommen hat Kaltporzellan mit handelsüblichem Porzellan wenig zu tun. Vielmehr weist es eine ferne Verwandtschaft zu Salzteig auf. Denn auch hier handelt es sich nicht um einen Werkstoff, sondern um selbstgemachte Modelliermasse.

Das Besondere an Kaltporzellan ist, dass es nicht erst gebacken werden muss. Kaltporzellan ist nämlich eine lufthärtende Masse. Es können also unterschiedlichste Dinge modelliert werden, ohne hierfür einen Backofen zu benötigen.

Kaltporzellan kann auch bemalt werden. Entweder man färbt es vor dem Modellieren mit Acrylfarben ein, oder man wartet hiermit bis es getrocknet ist. Je nach Dicke benötigt das Trocknen zwei bis drei Tage. Kaltporzellan ist in einem verschlossenen Behälter bis zu 1 Monat lang haltbar. Es kann entweder gekauft oder einfach mit einem Kaltporzellan Rezept selber gemacht werden.

So oder so steht außer Frage, dass die Modelliermasse selbst für feine Bastelarbeiten wunderbar geeignet ist und Spaß für die ganze Familie garantiert. In diesem Artikel widmen wir uns dem Thema, wie du Kaltporzellan selber machen kannst und welche Zutaten du dafür benötigst sowie 3 einfache Bastelideen zum Nachmachen.

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Kaltporzellan selber machen

Kaltporzellan Idee Katze

Foto: evarin20 / Shutterstock.com

Auf Eigeninitiative Kaltporzellan herzustellen ist gar nicht so schwierig und kann sogar richtig Spaß machen.

Bevor es losgehen kann, ist es allerdings wichtig, dass man alle nötigen Zutaten und Utensilien besorgt. Es gibt unterschiedliche Kaltporzellan Rezepte. Unseres ist also nur eines davon. Zwischen den einzelnen Rezepten gibt es aber ohnehin nur minimale Unterschiede. Die verwendeten Zutaten hängen schließlich immer auf dieselbe Art und Weise miteinander zusammen. 

Doch genug geredet, viel Spaß beim selber machen

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Benötigte Zutaten

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Utensilien für Kaltporzellan

  • Arbeitsplatte
  • Große Schüssel
  • Handmixer
  •  Gefrierbeutel

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Schritt-für-Schritt-Zubereitung

  • 1
    Beim ersten Schritt werden der Holzleim, die weiße Acrylfarbe und die Handcreme in die Schüssel gepackt. Anschließend wird alles gut von Hand vermischt. Hier kann man sich ruhig etwas Zeit lassen. Mehr als 5 bis 10 Minuten sind allerdings nicht notwendig.
  • 2
    Nun wird die Maisstärke zur klebrigen Masse hinzugegeben. Dieses Mal legt man allerdings nicht selbst Hand an, sondern holt sich den Mixer zu Hilfe. Mit diesem wird alles kräftig durchgemixt. Während das getan wird, müssen die restlichen Zutaten hinein (Glycerin, Vaseline und Zitronensaft). Nachdem man den Anschein hat, dass alles gut vermischt wurde, sollte man noch etwa 2 bis 3 Minuten weitermixen. Erst dann kann der Mixer ausgemacht werden und es folgt der nächste Schritt.
  • 3
    Bevor es mit dem nächsten Schritt weitergehen kann, muss die Arbeitsplatte mit etwas Stärke vorpräpariert werden. Das erleichtert nämlich das weitere Kneten der Masse. Sobald das getan wurde, nimmt man die bestehende Masse aus der Schüssel heraus und legt diese auf die Arbeitsplatte. Nun wird kräftig von Hand weiterknetet. Das muss so lange getan werden bis die Masse einheitlich ist und nicht mehr klebt. Nach ein paar Minuten sollte das der Fall sein. Dieser Schritt darf aber auf keinen Fall vorzeitig abgebrochen werden, da das Kaltporzellan ansonsten eventuell nicht gelingt.
  • 4
    Im Grunde ist die Arbeit jetzt schon fast getan. Die einheitliche Masse wird nun in einen Gefrierbeutel gepackt und luftdicht verschlossen. Der Beutel sollte dafür gut gewickelt werden. Es darf auf keinen Fall Luft an die Masse geraten. Nun wird der Beutel mitsamt Inhalt sicher bei Raumtemperatur gelagert. Es empfiehlt sich die Masse etwa 1 Tag lang ruhen zu lassen. Danach kann sie herausgenommen und zum Modellieren verwendet werden. Fertig! Kaltporzellan selber machen ist also ganz einfach. Am Ende sollte aber noch der Arbeitsplatz saubergemacht werden. Schließlich ist Sauberkeit auch nach einer lebhaften DIY-Session wichtig. Übrigens wird die Masse nach dem Trocknen um etwa 5% bis 10% schrumpfen. Das sollte einem vor dem Modellieren bewusst sein.

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Bastelideen für Kaltporzellan

Wassermelone Idee

Foto: Erhan Inga / Shutterstock.com

Sobald das Kaltporzellan endlich fertig ist, kann angefangen werden mit der Modelliermasse herumzutoben und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Es gibt wirklich unzählige Bastelideen. Drei davon möchten wir dir gerne zeigen. Es geht um leicht nachzumachende Handabdrücke, Paperclips und selbstgemachte Blumen. Die dafür erforderlichen Bastelutensilien wirst du sicher schon bei dir zu Hause haben.

Viel Spaß!

Handabdrücke aus Kaltporzellan

Handabdrücke sind an und für sich eine sehr simple Bastelidee. Sie eignen sich besonders gut als Geschenk zum Mutter- oder Vatertag. Dabei eignen sich natürlich auch Füße als abzubildenden Objekt. Die Modelliermasse ist hervorragend geeignet, um einmalige Momente oder Lebensabschnitte festzuhalten. Ob bei einem Baby oder bei der Einschulung, Handabdrücke sind eine tolle Erinnerung!

Die fertige Modelliermasse wird genommen und zu einem Ball geformt. Anschließend wird der Ball plattgedrückt. Nun muss eigentlich nichts weiter gemacht werden, als ein beliebiges Objekt, allen voran Hände und Füße, ausrichend fest in die Masse zu drücken.

Sollte dabei ein schöner Handabdruck entstanden sein, ist man schon fast fertig. Mit einer kleinen Nadel wird nun der Name des Bastlers und dessen Geburtsdatum eingetragen. Anschließend muss nur noch mit einer größeren Nadel oben ein Loch zum Aufhängen durchgestochen werden. Schon kann der Handabdruck zum Trocknen aufgestellt werden. 

Paperclips selber machen

Diese Bastelidee garantiert eine Menge Spaß. Als erstes nimmt man eine Büroklammer und etwas Kaltporzellan. Nun wird ein kleiner Ball geformt und oberhalb des Mittelteils befestigt, sodass die Klammer noch benutzt werden kann. Jetzt gilt es zu warten bis das Kaltporzellan getrocknet ist.

Sobald die Masse getrocknet ist, wird sie mit einer beliebigen Farbe eingefärbt. Du kannst sie ideal mit Acrylfarbe bemalen, da sie so gut auf der Oberfläche haftet.

Ideal sind einfache Formen und Farben wie diese Emojis:

Die Masse kann bereits im ersten Schritt mit Farbe eingefärbt werden, um die einzelnen farbigen Elemente nur noch zusammenstecken zu müssen und trocknen zu lassen. Alternativ kannst du sie mit der Acrylfarbe anmalen. Du kannst deiner Fantasie also freien Lauf lassen und eine Menge schöner Paperclips machen. Dadurch kommt selbst das langweiligste Büro in Schwung.

Blumen mit Kaltporzellan-Stängel

Blumen sind wunderbar mit dieser Modelliermasse anzufertigen. Die leicht zu bearbeitenden Eigenschaften sorgen dafür, dass du filigrane Kunstwerke schaffen kannst.

Knipse dazu etwa 30 cm Basteldraht für den Stängel der Blume und zwei kleinere (ca. 5 bis 7 cm jeweils) Drahtabschnitte für die späteren Staubblätter ab.

Anschließend formst du kleine Kugeln aus der Masse in der Farbe der Kronblätter, der Staubblätter und der Kelchblätter. Die Kügelchen für die Staubblätter werden jetzt an den Enden der kurzen Drähte befestigt. Die beiden Drähte solltest du nun mit dem langen Stängeldraht verbinden, indem du sie mit einem grünen Bastel- oder Kreppband umwickelst.

Genau wie hier:

Nun musst du die Kronblätter ausformen. Entweder machst du es wie im Video mit lediglich stilisierten Blättern, die aus einem zusammenhängenden Stück bestehen oder aus einzelnen Blättern. Das Kaltporzellan lässt sich gut flach rollen, sodass du leicht einzelne Blätter ausformen kannst und an den Draht drücken kannst, wobei diese Vorgehensweise wesentlich aufwendiger ist.

Wenn du die Blüte aus einem Stück formst, kannst du den Draht mit den daran befestigten Staubblättern ganz leicht durchfädeln.

So oder so: Jetzt fehlen nur noch die Kelchblätter der Blüte, also die grünen Blätter an der Seite.

Nach dem Trocknen kannst du die Blumen in einen kleinen Topf mit etwas Erde stecken oder sie in einem tiefen Bilderrahmen darstellen.

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