Alles über den Papierwischer in der Kunst

Anstatt mit dem Finger durch deine Zeichnung zu schmieren, um die Striche miteinander zu verwischen, solltest du bei deinen Werken etwas feiner vorgehen. Ein Papierwischer ist die Lösung deines Problems.

In diesem Artikel erfährst du alles zum Papierwischer: Die Einsatzzwecke, die unterschiedlichen Wischer und auch, wie du einen DIY-Papierwischer ganz leicht vorbereitest.

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Notwendigkeit eines Papierwischers

Beim Zeichnen mit Bleistift und Kreide werden Flächen oft miteinander verwischt, um einen ebenmäßigen Übergang zu erzeugen. Am häufigsten wird dazu der Zeigefinger oder ein altes, dreckiges Tuch eingesetzt. Es geht aber auch professioneller: Mit einem speziell für diesen Zweck entwickelten Papierwischer.

Ein Papierwischer besteht im Grunde genommen aus nichts weiter als gepresstem oder gewickeltem Papier. Aufgrund seiner schmal zulaufenden Form kannst du präziser mit dem Werkzeug arbeiten als mit jedem Tuch oder Finger. So kannst du selbst die kleinsten Details in deinem Bild verwischen und optisch glätten.


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Was ist ein Papierwischer genau?

Ein solcher Wischer wird unterschiedlich angefertigt. Genauer gesagt unterscheidet man Papierwischer in Estompen und Tortillons.

Estompen

Estompen bestehen gewöhnlicherweise aus Zellstoff, der in die schmale Form gepresst wird. Deswegen sind sie auch bedeutend fester gerollt und meist ergiebiger als Tortillons.

Tortillons

Tortillon

Tortillons sind etwas loser gewickelt. Oft sieht man an der Außenseite die Wickelung des Papiers.


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Wie wird ein Papierwischer angewendet?

Der Wischer wird wie ein normaler Stift oder eine Kreide gehalten. Durch Veränderung der Handhaltung ändert sich auch die Größe der verwischten Fläche. Je flacher du den Wischer hältst, desto größer ist die abgedeckte Fläche.

Estompen und Tortillons werden oft in realistisch gemalten Bildern eingesetzt, um Kanten miteinander zu verschmelzen und weicher zu machen. Die Papierfasern ziehen das Graphit über den Zeichengrund und drücken es in seine Oberfläche. Dadurch entsteht eine glattere Oberflächenwirkung ohne sichtbare Striche.


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Wirkung der geglätteten Fläche

Oberflächen, die mit einem Papierwischer geglättet wurden, sollten zum gezeichneten Motiv passen. Bei manchen Werken wäre eine ebenmäßige Fläche nicht angebracht. Bei anderen Werken wird der Wischer dazu eingesetzt, um die Fläche vorzubereiten und anschließend mit gezielten Strichen herauszuarbeiten.

Zu viel gewischte Fläche kann schnell leblos und langweilig aussehen. Dem Bild fehlen dann schlichtweg die nötigen Highlights.

Bei der Benutzung verteilt der Papierwischer das Graphit nicht nur, sondern nimmt einen Teil auch in seine Fasern auf. Um ihn zu reinigen, solltest du ihn mit einem feinkörnigen Sandpapier abreiben. Alternativ kannst du ihn auch so lassen, wie er ist und beim nächsten mal mit ihm so weiter wischen.


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Papierwischer kaufen oder selber machen?

Die kleinen Helferlein werden im Kunsthandel für recht wenig Geld verkauft. Einzeln oder im Set mit verschiedenen Größen erhältlich, werden sie schon für ab etwa 2 Euro angeboten.

Alternativ dazu gibt es auch viele Künstler, die ihre Tortillons selber wickeln. Eine Estompe selber zu machen ist im Hausgebrauch nicht möglich, da der Stoff so fest miteinander verpresst wird.

Folgende Anleitung hilft dir dabei, ein Tortillon selber zu machen:

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