Foto : Stenko Vlad / shutterstock.com

Schneideplotter Test und Vergleich - Geräte für den Hobbybereich

Ein Schneideplotter ist ein vielseitiges Gerät, das sich für allerlei Aufgaben im Hobby- und im kommerziellen Bereich eignet. Dabei könnten die Ansprüche, die an einen Plotter gestellt werden, verschiedener nicht sein.

Um das richtige Gerät zu finden, musst du wissen, worauf es beim Kauf ankommt. Deshalb vergleichen wir in diesem Ratgeber wir einige Geräte, klären wichtige Eigenschaften und zeigen dir beliebte Einsatzgebiete für die Schneidemaschinen.

Hobbyplotter im Vergleich

Modell

Fazit


Silhouette

Portrait 2

Silhouette Portrait 2

Ein moderner Plotter mit rund 20 cm Schneidebreite. Leichte Bedienung dank Bluetooth, geringer Preis, Einsteigermodell.

Silhouette

Cameo 3

Silhouette Cameo 3

Allround-Plotter für den Hobbybereich. Rund 30 cm Schneidebreite, gleichzeitiges Schneiden und Zeichnen möglich, fairer Preis.

Brother

ScanNCut CM900

Brother Scanncut CM900

Das Top-Modell der ScanNCut-Serie von Brother. Rund 30 ocm Schneidebreite, sehr feiner Schnitt und Stand-alone-Bedienung ohne Computer. Bedienung via WLAN und farbigem Touchscreen.

Die Schneideplotter für Zuhause im Detail

Silhouette Portrait 2

Das Silhouette Portrait 2 ist der Nachfolger des ebenso beliebten Silhouette Portraits. Der Plotter überzeugt die Anwender vor allem aufgrund seiner hohen Vielseitigkeit – Die Materialkompatibilität ist enorm. Papiere, dünne Stoffe, Folien, Klebefolien, Karton und Magnetpapier sind kein Hindernis für den Portrait 2.

Die neue Version des Portraits kommt nun mit einer Bluetooth-Verbindung, die dir das Arbeiten mit ihm erleichtert. Das Portrait 2 ist ebenso mit den PixScan-Matten kompatibel wie sein Vorgänger. Darüber hinaus verfügt er über eine automatische Klingeneinstellung, die die Bedienung der Maschine erleichtert.

Im Lieferumfang sind neben dem Silhouette Portrait 2 auch die Software „Silhouette Studio“, eine Schneidematte, ein Messer sowie ein USB-Kabel und ein Netzteil enthalten. Dazu kommen 50 kostenlose Design-Vorlagen und eine kostenlose einmonatige Mitgliedschaft im Silhouette Design Store.

Das Gerät vom Funktionsumfang stark an eine kleinere, günstigere Version des Silhouette Cameo 3. Größter Unterschied ist sicherlich die maximale Schneidbreite von lediglich 8 Zoll (20,3 cm) im Vergleich zu 12 Zoll beim Cameo 3. Mit einem Gewicht von rund 3 kg ist der Portrait 2 Plotter allerdings etwas leichter und handlicher, sodass du ihn leichter transportieren und mitnehmen kannst.

Preislich markiert dieses Gerät mit rund 200 Euro den Einstieg in die Welt des Plottens. Dennoch: Die Nutzer sind überzeugt. Einige Rezensenten haben das Gerät einem umfangreichen Schneideplotter Test unterzogen und sind begeistert. Vereinzelt berichten Käufer über Schwierigkeiten beim Registrieren der Software, wobei der Großteil der User diese Probleme nicht zu haben scheint.


Silhouette Cameo 3

Der Cameo 3 Plotter ist der Alleskönner von Silhouette im Hobbybereich. Er schneidet über 100 verschiedene Materialien, ist noch immer recht klein und handlich, lässt sich leicht bedienen und ist nur etwas teurer als der Portrait 2 Plotter.

Unterschiede zum Portrait 2

Die 12 Zoll breite Schneidefläche hört sich im ersten Moment nach einem geringen Unterschied zum Portrait an, macht aber in der Realität einen spürbaren Vorteil aus. Statt der rund 20 cm Schneidbreite bekommst du mit dem Cameo 3 etwa 30 cm.

Dank der zwei Werkzeugköpfe ist es dem Gerät möglich, gleichzeitig mehrere Vorgänge zu bearbeiten. So kann beispielsweise gleichzeitig auf dem Plotter gezeichnet und geschnitten werden.

Gemeinsamkeiten

Das Gerät ist mit Bluetooth ohne direkte Kabelverbindung nutzbar. Die 0,5 mm Schneidtiefe und der 2 mm hohe Durchlauf entspricht der des Portrait 2. Die automatische Klingeneinstellung funktioniert tadellos und macht das Plotten einfach.

Fazit: Lohnt sich der Kauf

Das Silhouette Cameo 3 war seit seiner Martkeinführung Mitte 2016 eine hervorragende Wahl für alle Hobbyplotter. Seitdem das Unternehmen Ende 2017 den kleineren Bruder, das Portrait 2, veröffentlicht hat, findet man viele, aber eben nicht alle Funktionen des Cameo 3 auch für etwas weniger Geld im neuen Modell. Für dich bedeutet das, dass du gut überlegen solltest, ob dir die beiden Werkzeugköpfe und die zusätzliche Schneidbreite bei deinen Vorhaben weiterhelfen. Ist das der Fall, machst du mit dem Cameo 3 als Schneideplotter für Zuhause alles richtig.


Brother ScanNCut CM900

Der CM900 von Brother ist das Spitzengerät der ScanNCut-Serie. Am auffälligsten an dieser Reihe ist der eingebaute Scanner mit 300 DPI, mit dem du deine eigenen Schnittdateien selbst erstellen kannst. Der Scanner ist so gut, dass du deine Familienfotos oder Zeichnungen problemlos einscannen und auf das zu schneidende Material übertragen kannst. 

Das Gerät ist ein Stand-Alone-Modell. Das heißt, du kannst es mit dem eingebauten Touchscreen verwenden, ohne einen Computer damit zu verbinden. Dank WLAN können Schnittmuster ins Gerät eingespeist werden. Außerdem wurden  im CM900 über 1100 Designvorlagen und einige Schriftarten bereits eingespeichert.

Die Schneidfläche ist rund 30 cm breit und damit für die meisten Anwendungen ausreichend. 

Im Schneideplotter Test der Youtuberin "PiexSu" siehst du den CM900 in Aktion. Dort erkennst du auch, wie der Plotter ausschließlich per Touchscreen bedient wird und wie man die ersten Testschnitte angehen sollte:

Bitte beachte, dass wir Teilnehmer verschiedener Partnerprogramme sind und eine Kommission für die über unsere Links getätigten Käufe erhalten. Ohne Mehrkosten für dich kannst du auf diese Weise unsere Berichterstattung unterstützen. Unsere Recherche wurde auch nicht von den Produktherstellern vergütet, sodass unsere Einschätzung möglichst objektiv ausfällt.


Schneideplotter Kaufratgeber

Schneideplotter Kaufen Ratgeber

Foto: Bragapictures / Shutterstock.com

Schneideplotter werden von mehreren Anspruchsstellern genutzt. Einerseits gibt es den professionellen Einsatz für gewerbliche Projekte, andererseits den Hobby-Einsatz im Privatgebrauch. Letztere sind aufgrund ihres Einsatzgebietes auch unter dem Begriff „Hobbyplotter“ zu finden.

Kommerzielle Plotter vs Hobbyplotter

Falls du deinen Schneideplotter für aufwendige Gestaltungen und hohe Auflagen werden willst, solltest du selbstverständlich zu einem professionellen Gerät greifen, das diese Anforderungen erfüllen kann. Solche Plotter sind in der Lage, eine ganze Bandbreite von Materialien zu bearbeiten, sodass sie im gewerblichen Einsatz die einzige Wahl sind.

Für Bastler und Selbermacher werden die kompakten Hobbyplotter angeboten, die nur einen Bruchteil des Preises kosten. Für die meisten Aufgaben, die man im privaten Rahmen erledigen will, reicht ein solcher Plotter vollkommen aus. Wobei es auch hier Unterschiede gibt. Die ganz kleinen Geräte lassen sich sehr leicht transportieren, wobei etwas größere Ausführungen breite Designs bearbeiten können. In der Regel sind Hobbyplotter etwas einfacher in ihrer Handhabung, da sie weniger Möglichkeiten zur Verwirrung bieten, da ihr Funktionsumfang kleiner ist.

Schneidetiefe und Durchlass

In den Angaben zur Leistung des Plotters findest du in der Regel Hinweise zur maximalen Schneidetiefe und dem maximalen Durchlass. Die maximale Schneidetiefe beschreibt die Materialstärke, die maximal durchschnitten werden kann.

Der Durchlass ist normalerweise größer als die maximale Schneidetiefe. So kann auch ein stärkeres Material durch den Plotter gezogen werden, es wird aber nur bis zu einer bestimmten Tiefe geschnitten. Was dabei raus kommt ist eine Gravur. Das Material wird bis zur maximalen Schneidetiefe abgetragen, das darunterliegende Material verbleibt.

Materialkompatibilität

Ein Schneideplotter für Zuhause ist nur dann zu empfehlen, wenn er unterschiedliche Materialien verarbeiten kann. Ein wichtiges Merkmal eines jeden Plotters ist daher seine Materialkompatibilität. Mit welchen Materialien funktioniert das Plotten einwandfrei und wo muss man Abstriche machen?

Bei der Suche nach dem für dich richtigen Plotter solltest du deshalb stets prüfen, ob das Gerät mit den Materialien kompatibel ist, die du später verwenden möchtest. Damit ist das Problem aber noch nicht endgültig gelöst. Einige Hersteller überschätzen die Fähigkeiten ihrer Geräte und werben mit einer Materialkompatibilität, die von den Nutzern in echten Schneideplotter Tests unter realen Bedingungen nicht erreicht werden kann.

Daher ist es umso wichtiger, dass du dich vor dem Kauf umfangreich bezüglich deines favorisierten Geräts informierst. Anhand der Rezensionen kannst du in Erfahrung bringen, wie gut das Gerät mit deinen geplanten Materialien umgehen kann.

Bedienung

Gerade im Hobbybereich sollte der Plotter sehr einfach zu bedienen sein und kein tiefgehendes Vorwissen voraussetzen. Du kannst die Einfachheit der Bedienung anhand eines eigenen Schneideplotter Tests nachvollziehen: Sieh dir dazu die vermeintlich simplen Aufgaben am Plotter an. Wie einfach lässt sich das Material einschieben, wie funktioniert die Steuerung und wie leicht lässt sich das Gerät am PC oder Laptop anschließen?

Ein Pluspunkt ist eine durchdachte Steuersoftware, von der aus sich das Gerät (hoffentlich) kinderleicht bedienen und mit Dateien speisen lässt.

Mitgeliefertes Zubehör

Schneideplotter Messer

Foto: Stenko Vlad / Shutterstock.com

Wenn du deinen ersten Plotter kaufen willst, wirst du feststellen, dass sich die Lieferumfänge der einzelnen Hersteller maßgeblich unterscheiden.

Manche Hersteller wählen den minimalistischen Ansatz: Schneideplotter, Bedienungsanleitung, fertig.

Andere Hersteller – auch im Hobbybereich – legen dem Gerät zusätzlich eine benötigte Schneidematte, einen Ersatzmesserhalter und ein Ersatzmesser bei.

Gerade dann, wenn du dein erstes Gerät dieser Art kaufst, solltest du nicht um allzu viel Zubehör kümmern müssen. Du willst schließlich nicht die Zeit damit verbringen, deine Ausrüstung zusammenzustellen, sondern zu plotten. Falls du bereits über die nötigen Utensilien verfügst, ist ein reduzierter Lieferumfang allerdings die preiswertere Option, mit der du Doppelkäufe vermeiden kannst.

Sonstige Features

Moderne Hobbyplotter sind mehr als nur ein Schneidegerät. Einige Features erleichtern dir das Arbeiten mit dem Gerät.

Kabelloses Arbeiten

Plotter wie der Silhouette Cameo 3 lassen sich nun auch per Bluetooth ansteuern. Das heißt, es wird keine direkte Kabelverbindung mehr benötigt. So musst du den Computer oder den Laptop nicht mehr an den Plotter direkt anschließen, sondern kannst per Bluetooth Dateien zum Schneiden senden, sofern das Gerät in Reichweite ist.

Einstellungsautomatiken

Etwas anspruchsvollere Geräte sind in der Lage so etwas wie eine Programmautomatik selbst einzustellen. Sie erkennen das Material und passen die den benötigten Schneidedruck selbst an.

Software-Steuerung

Einige Hersteller haben ihre eigene Bearbeitungssoftware. Das ist gut, wenn du noch nie an einem Bearbeitungsprogramm gearbeitet hast und erste Erfahrungen sammeln möchtest.

Wenn du das Ganze etwas professioneller angehen willst, solltest du dich mit dem internationalen Standardprogramm Adobe Illustrator (und Photoshop) vertraut machen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Folgendes Video zeigt dir zum Beispiel die Erstellung eines Vinyl-Aufklebers mit Adobe Illustrator und einem Schneideplotter:

Preis

Die Anschaffung eines Hobbyplotters sollte kein tiefes Loch in deiner Geldbörse hinterlassen. Am unteren Ende findet man bereits gute Geräte für 150 bis 200 Euro. Wenn es etwas ausgefeilter sein darf, sind schnell Preise von 300 bis 500 Euro fällig. Kommerzielle Geräte, die den hohen Anforderungen entsprechen, findet man normalerweise nicht im dreistelligen Bereich.


Einsatzgebiete des Schneideplotters

Schneideplotter gibt es in einer Vielzahl von Größen und sie können für die Herstellung kommerzieller Produkte genauso gut wie für den Hobbybedarf verwendet werden.

Mit der richtigen Soft- und Hardware entstehen Vektordateien, die mithilfe des Plotters ausgeschnitten werden. So kannst du unter anderem maßgefertigte Schildchen,  Schablonen, Aufkleber, Shirts bzw. Textilien, Folien oder Magnete anfertigen.

Airbrush

Beim Airbrushing wird viel mit Maskierungsfolie gearbeitet, die über nicht zu besprühende Teile des Werkstücks geklebt werden. Nur so kann beim Airbrushen eine klare Abtrennung der Farbschichten erreicht werden. Am besten wird die Folie mithilfe eines Plotters nach Vorgabe zurechtgeschnitten. Anschließend wird die rückseitige Schutzfolie abgezogen, um den Klebstoff freizulegen und final auf das Werkstück geklebt.

Wenn du vorwiegend kleinere Werke sprühst, solltest du deinen eigenen Schneideplotter Test durchführen, um zu sehen, ob dir ein Hobbyplotter ausreicht. Sprühst du großflächig und musst Maskierungsfolie einsetzen, benötigst du einen Plotter der lange Bahnen am Stück schneiden kann. Die Bahnen werden anschließend nebeneinander geklebt, um das ursprüngliche Motiv der Schablone zusammenzusetzen.

Nähen

Auch fürs Nähen sind Schneideplotter hervorragend geeignet. In diesem Bereich wird häufig mit Bügel- bzw. Transferfolie gearbeitet, aus der ein Motiv mithilfe des Plotters geschnitten wird, das anschließend auf Textil übertragen werden kann.

Die Frage, welchen Plotter zum Nähen du wählen solltest, lässt sich unkompliziert beantworten: Die Modelle in unserem Plotter Vergleich sind allesamt dieser Aufgabe gewappnet. Es kommt vor allem darauf an, wie groß deine aufzubügelnden Ausschnitte später sein sollte. Dementsprechend sollte deine Wahl dich an der Schneidebreite und dem Preis deiner engsten Auswahl orientieren.

Falls du dicke Textilien schneiden willst, bist du möglicherweise mit einer Stanzmaschine wie der AccuQuilt besser bedient. 

Top
>