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Schwimmuhr Test und Vergleich

Fitness-Tracker, die deinen Alltag unterstützen, indem sie praktische Werte wie die verbrauchten Kalorien messen, gibt es viele. Die meisten modernen Modelle können für fast jede sportliche Betätigung genutzt werden, allerdings gibt es nur wenige, die auch zum schwimmen eingesetzt werden können.

Das liegt in erster Linie daran, dass viele der Fitness Tracker nicht wasserdicht sind und im Wasser schlichtweg kaputt gehen.

Moderne Schwimmuhren und wasserdichte Fitness Tracker sind in der Lage dein Aktivitätsniveau im Wasser zu messen und dir akkurate Daten dazu zu liefern, wie viele Armzüge du ausgeführt hast, wie lange du für wie viele Bahnen benötigt hast und natürlich auch wie viel Kalorien du verbrannt hast.

Als Schwimmuhren eignen sich aber nicht nur Modelle, die nur zum Schwimmen geeignet sind, sondern auch wasserfeste Fitness Tracker mit einem Schwimmmodus.

Schwimmuhren in der Übersicht

Name

Unsere Bewertung

Garmin Forerunner 920XT

Fitbit Flex 2

Garmin vívoactive HR

Polar V800

TomTom Spark

Wichtige Messwerte

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    Zurückgelegte Bahnen: Eine wirklich grundlegende Messung, zu der jede Schwimmuhr in der Lage sein sollte. Natürlich kann man die Bahnen auch im Kopf mitzählen – auf Dauer kann das aber ganz schön lästig werden und gerade auf langen Distanzen wird man sich schnell Mal unsicher, ob man die letzte Bahn schon gezählt hat oder noch nicht.
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    Geschwindigkeit: Als ambitionierte Schwimmer wollen wir unsere Zeiten verbessern. Die Messung der Geschwindigkeit pro Bahn sollte demzufolge mit jeder guten Schwimmuhr möglich sein. Normalerweise besitzen die Uhren Einstellungsmöglichkeiten, um die Länge der Bahn vor dem Schwimmen anpassen zu können – Nicht jedes Schwimmbecken ist gleich lang!
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    Anzahl der Armzüge: Die Anzahl der Armzüge liefert dir wichtige Rückschlüsse für dein Training. Diese Kennzahl sagt etwas über deine Technik und deinen Schwimmrhythmus aus. Wenn du die Zahl der Armschläge richtig zu interpretieren weißt, kann dir das helfen, einen besseren Rhythmus für die Art deines Trainings zu finden (Langstrecken- und Kurzstreckentraining variieren stark in der Anzahl der Züge pro Bahn).
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    Eine Kalorienzählfunktion ist praktisch, um einen Richtwert zu erhalten, wie viele Kalorien du durch deine Trainingseinheit verbrannt hast. Während solche Messungen meist nicht exakt sind, kannst du sie nutzen, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viele Kalorien du für ein bestimmtes Training circa verbrauchen wirst.

    Manche Schwimmuhren bieten auch die Messung der Herzfrequenz an, bei weitem jedoch nicht alle. Hier punkten insbesondere die wasserfesten Fitness Tracker, die auch als Schwimmuhr genutzt werden können und den Pulsschlag relativ zuverlässig messen können.

Worauf sollte man noch achten?

Schwimmuhr im Einsatz

Foto: Nejron Photo / shutterstock.com

Wenn du dir eine Schwimmuhr oder ein wasserfestes Fitness Armband zulegen willst, bestimmen neben den Einstellungsmöglichkeiten folgende Kriterien die Kaufentscheidung:

Batterielaufleistung: Wir alle wollen eine Schwimmuhr, die nicht ständig aufgeladen werden muss und jedes Training ohne Unterbrechung aufzeichnet. Während die Laufleistung bei traditionellen Schwimmuhren von untergeordneter Bedeutung ist, weil sie ohnehin nur zum Schwimmtraining verwendet werden, sollte der Akku eines Fitness Armbands möglichst lange halten, um die Daten mindestens eines, am besten mehrerer Tage aufzeichnen zu können.

Wasserfestigkeit: Nicht jede Uhr ist ähnlich wasserdicht. Hierbei ist die Betrachtung der zulässigen Schwimmtiefe (Tauchtiefe) der wichtigste Indikator für eine zuverlässige Begleitung im Wasser. Mit zunehmender Tiefe im Wasser erhöht sich der Druck auf die empfindlichen Bestandteile, sodass die Uhren ab einer gewissen Tiefe dem Umgebungsdruck nicht mehr standhalten können.

Aber keine Angst: Die meisten Schwimmuhren sind mittlerweile so druckresistent, dass sie auch in Tiefen von bis zu 50 Metern der Belastung standhalten.


Die Top-Schwimmuhren im Vergleich

Garmin Forerunner 920XT

Das Spitzenmodell unter den Schwimmuhren. Garmins Topmodell bietet viele Einstellungsmöglichkeiten für das Schwimmtraining aber auch darüber hinaus.

Wasserdichtigkeit: ​5 ATM
GPS: Ja
Messungen: Schritte, Distanz, Herzfrequenz (mit Zubehör), Ort, Schwimmgeschwindigkeit, Anzahl Armschläge, Schwimmdistanz, Kalorienverbrauch, Ort, Aktive Zeit, Schlafüberwachung, uvm.

Der Garmin Forerunner 920XT ist ein beliebter Fitnesstracker, der auch bestens als Schwimmuhr genutzt werden kann. Mit vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten und höchster Präzision sorgt die Uhr für eine detaillierte Überwachung des Trainings an Land, im Wasser oder auf dem Rad.

Die Uhr kann sowohl im Schwimmbad als auch im Freiwasser genutzt werden, ohne, dass sie an Genauigkeit einbüßt. Die Ergebnisse lassen sich auf dem übersichtlichen Display jederzeit überwachen oder über die App Garmin Connect auf dem Smartphone bzw. dem Computer genauer auswerten.

Nicht nur in puncto Genauigkeit kann die Garmin Forerunner 920XT punkten. Auch der Tragekomfort ist mit einem Eigengewicht von gerade einmal 61g Gewicht enorm hoch. Einen Touchscreen besitzt das Modell aus 2014 leider nicht - Braucht es aber auch nicht unbedingt. Die Knöpfe an den Seiten sind groß und leicht zu bedienen und sorgen trotz oder gerade wegen des fehlenden Touchscreens für eine angenehme Ordnung.

Die Garmin Forerunner 920XT liegt preislich im oberen Segment. Hierbei handelt es sich um eine Multi-Sport-Uhr für ambitionierte Sportler. Wer eine Schwimmuhr benötigt, die die Basisfunktionen abdeckt, ist mit einem günstigeren Modell auch gut beraten.


Fitbit Flex 2

Einer der „Big Player“ unter den Fitness Armband Herstellern ist Fitbit, die mit dem neuen Flex 2 auch endlich eine wasserdichte Option vorgestellt und veröffentlicht haben.

Wasserdichtigkeit:​ 5 ATM
GPS: Nein
Messungen: Schritte, Strecke, verbrannte Kalorien, Aktivitätslevel (stündlich/täglich), Schlafqualität und Schwimmdauer

Äußerlich ist das Fitbit Flex 2 wie gewohnt auf das Nötigste reduziert. Das Flex 2 ist bislang der schmalste Fitness Tracker der Marke, dessen Display sich ebenfalls auf das Wesentliche beschränkt: Mit 5 beleuchteten Punkten zeigt es an, wie viel Prozent des täglichen Ziels bereits absolviert wurden. Wer mehr Funktionalität an seiner Schwimmuhr benötigt (z.B. alle Daten und Kennzahlen direkt auf dem Display) sollte zu einem anderen Modell greifen. Das Flex 2 spuckt die Schwimmstatistiken zum Training erst aus, wenn du dich ins Fitbit-Dashboard per App einloggst.

Das Fitbit Flex 2 ist in der Lage, die Dauer des Schwimmtrainings zu messen und mit den richtigen Einstellungen auch die Länge der zurückgelegten Distanz relativ genau bestimmen zu können. Dazu lässt sich die Bahnlänge variabel einstellen (Standard sind 50m) und an die Länge des Beckens deiner Wahl anpassen. Anhand der Dauer und der zurückgelegten Distanz wird die Schwimmgeschwindigkeit kalkuliert.

Dieses Fitness Armband ist mehr als nur eine Schwimmuhr und eignet sich vor allem zur Überwachung alltäglicher Statistiken wie den zurückgelegten Schritten und den verbrauchten Kalorien. Die Schwimmfunktion des Flex 2 stellt bei Fitbit eine Neuheit dar und kann für zuverlässige Messungen mit Basis-Kennzahlen genutzt werden. Wer eine Schwimmuhr sucht, die zu spezielleren Messungen fähig ist, sollte sich für ein anderes Modell entscheiden.


Garmin Vivoactive HR

Eine Smartwatch, die wasserfest ist und eine Vielzahl von Kennzahlen genau messen kann. Hört sich nach einem zuverlässigen Fitness Tracker an, der in der Form der Garmin Vivoactive HR auch als Schwimmuhr genutzt werden kann.

Wasserdichtigkeit: ​5 ATM
GPS: Ja
Messungen: Schritte, Distanz, Anzahl Treppenstufen, verbrannte Kalorien, Schlafdauer und -qualität, Schwimmdauer, Schwimmdistanz, Schwimmgeschwindigkeit, Anzahl Armzüge, Golfkennzahlen

Der Garmin Vivoactive HR ist ein echter Allround-Künstler, der in einer Reihe von Sportarten durch zuverlässige Messungen besticht. Die Smartwatch mit GPS-Sensor verfügt über ein Farbdisplay, einen eingebauten Touchscreen und eine Menge unterschiedlicher Apps für unterschiedliche Sportarten, die interessante Aufschlüsselungen der wichtigen Daten zulassen.

Das Gerät kann mithilfe des Touchscreens gesteuert werden, um die wichtigsten Messungen jederzeit auf Abruf zu haben. So kann der Nutzer in sekundenschnelle in eine Übersicht der Herzfrequenz, Schrittanzahl, Tagesziele, zurückgelegte Strecken eintauchen. Jede der Übersichten bietet eine genauere Darstellung der einzelnen Kennzahlen, wenn man die einzelnen Statistiken des Tages in den Kontext der letzten 7 Tage setzen möchte.

Aus folgenden Sportarten kann der Nutzer auswählen, um genauere Leistungsmessungen vorzunehmen: Laufen, Schwimmen, Radfahren, Rudern, Skifahren, Golf und Stand Up Paddling. Der Tracker von Garmin ist dazu im Stande, wesentliche Kennzahlen für jede dieser Sportarten aufzunehmen, was ihn nicht nur als Schwimmuhr so interessant macht.

Anders als beim Fitbit Flex 2 sind die Schwimmstatistiken des Vivoactive HR's ausführlich und auch für ambitioniertes Schwimmen tauglich. Während die Anzeige auf dem Display in erster Linie die Dauer im Wasser und die Intervallzeiten messen kann, lassen sich mit Garmin Connect, dem dazugehörigen Dashboard des Fitness Armband, Daten zur geschwommenen Distanz, Zeit, Anzahl der Armzüge, Geschwindigkeit sowie der Temperatur des Beckens sammeln und analysieren.

Bei dieser Smartwatch kommen alle Datenliebhaber voll und ganz auf ihre Kosten. Die Einstellungen der Vivoactive HR von Garmin sind so vielfältig wie bei keiner anderen Uhr dieser Preisklasse. Nach unserem Eindruck sind die Messungen dank des eingebauten GPS-Sensors sehr genau und weichen nur minimal von der Realität ab. 


Polar V800

Die Polar V800 ist eins der Spitzenmodelle des finnischen Unternehmens. Sie kann als Multi-Sport-Uhr genutzt werden, da sie über detaillierte Aufzeichnungsmöglichkeiten verfügt.

Wasserdichtigkeit: ​3 ATM
GPS: Ja
Messungen: Schritte, Distanz, Geschwindigkeit, Intensitätslevels, Kalorienverbrauch, Temperatur, Schlafqualität, Anzahl Armschläge, Herzfrequenz mit Pulsgurt

Die Polar V800 Uhr eignet sich bestens für alle ambitionierten Sportler, die sich gerne in mehreren Sportarten messen und dazu verlässliche Daten verlangen. Besonders gut ist die Uhr für Triathleten geeignet, da ihre Lauf-, Rad- und Schwimmmessungen enorm präzise und vielfältig sind. Als reine Schwimmuhr kann die Polar V800 sowohl im Schwimmbad als auch im offenen Gewässer genutzt werden.

Mithilfe eines Pulsgurtes, den man sich um die Brust bindet, kann während des Schwimmens die Herzfrequenz gemessen werden. Für erfahrene Schwimmer ist diese Eigenschaft sicherlich ein attraktives Feature, da der Puls so am genauesten gemessen kann – für Einsteiger oder gelegentliche Schwimmer könnt der Pulsgurt jedoch eher stören.

Die Uhr erkennt sogar die einzelnen Schwimmstile und erfasst die Frequenz der Armzüge mit höchster Präzision. Anhand der Rate der Armschläge kann der Nutzer Rückschlüsse über seine Technik und die Streckeneinteilung ziehen.

Preislich schlägt der Tracker von Polar ziemlich saftig zu Buche. Mit Brustgurt kostet das Spitzenmodell rund 450 €. Für ambitionierte Sportler ist die Polar V800 eine gute Wahl, für gelegentliche Schwimmer darf es auch gerne etwas preisgünstigeres sein.


TomTom Spark

Bei der TomTom Spark handelt es sich nicht um ein Navigationssystem, sondern viel mehr um einen wasserdichten Fitness Tracker der unteren Preisklasse.

Wasserdichtigkeit: 5 ATM
GPS: Ja
Messungen: Schritte, Distanz, Herzfrequenz, Ort, Schwimmgeschwindigkeit, Anzahl Armschläge, Schwimmdistanz, Kalorienverbrauch, Ort, Aktive Zeit, Schlaf

Wie man es von TomTom gewohnt ist, wird auch bei der Spark GPS genutzt, um den Träger zu orten und die zurückgelegte Distanz berechnen zu können. Die GPS-Funktion funktioniert dabei am besten in Freibädern, im Hallenbad funktioniert sie nicht reibungslos.

Die Schwimmfunktion des TomTom Sparks ist ungewöhnlich umfangreich. Hier werden alle wichtigen Kennzahlen gemessen, sie besitzt Einstellungsmöglichkeiten, um unterschiedliche Trainingsintervalle vorzugeben und kann während des Schwimmens genutzt werden, um sich anzusehen, wie die Einheit läuft.

Abgesehen von der Schwimmfunktion bietet sie ausführliche Einstellungen fürs Laufen und Radfahren, sodass sich dieses Modell ebenfalls für Triathleten empfiehlt.

Leider handelt es sich bei der Uhr um keine Smartwatch, sodass man mithilfe der Knöpfe durch das Menüs navigieren muss. Spannend sind jedoch die verschiedenen Ausführungen der TomTom Spark. Das Unternehmen bietet 4 verschiedene Varianten an, wovon das Einstiegsmodell besonders günstig ist, dafür keine Herzfrequenzmessung zulässt und auf dem Spitzenmodell sogar bis zu 500 Lieder gespeichert werden können, auf die man per Bluetooth während des Trainings zugreifen kann. Eine interessante Uhr also auch für Läufer und Radfahrer, die nicht auf Musik verzichten wollen.

  • Roland sagt:

    Die Die Aussage “wasserdicht” ist nicht ausreichend. Besser wäre es, die
    IP-Zertifizierung anzugeben (z. B. “IP68”). Das sagt aus, ob die Uhr auch unter Wasser bedient werden kann (Tasten drücken). Bei den meisten Schwimmuhren geht das nämlich nicht.

    • Lenny sagt:

      Danke für den Hinweis. Beide Prüfungen sind letztlich nur “Laborwerte” und dürfen daher nur als Richtwert angesehen werden.

      Die Wasserdichtigkeit nach DIN 8310 bzw. 8306 bezieht sich lediglich auf den getesteten Prüfdruck in bar bzw. atm.
      Die Wasserdichtigkeit nach IPX8 zertifiziert den Schutz gegen dauerndes Untertauchen. Zugrunde liegt hier eine Testdauer >30 Min in einer Tiefe von 1 Meter.

      Denkbare Probleme: Druckspitzen beim Schwimmen und langfristiger Verschleiß der Teile werden nicht berücksichtigt.

      Da nicht bei allen Geräten IP-Codes angegeben werden, stützt sich unsere Aussage zur Wasserdichtigkeit auf die Herstellerangaben gemäß Prüfung nach Din 8306.

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