Tauchcomputer im Vergleich – Arten, Funktionen, Hersteller

Tauchen - eine anspruchsvolle und wunderschöne Sportart zugleich.

Das Vordringen in die faszinierende Unterwasserwelt erfordert nicht nur körperliche Fitness, sondern auch gutes und umfangreiches Equipment.

Diesen Artikel widmen wir dem Tauchcomputer. Wir beleuchten die unterschiedlichen Arten, erläutern die Funktionsweise und geben einen Einblick in die bekanntesten Hersteller. 


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Tauchcomputer Vergleich: Die besten Geräte

Rucksack

Fazit


Scubapro

Galileo G2

Scubapro Galileo G2

Der Scubapro G2 ist ein erstklassiger Tauchcomputer, der sich an die eigenen Fähigkeiten über die gesamte Tauchkarriere hinweg bestens anpassen lässt.  Der Funktionsumfang des G2 ist beeindruckend aber sicher nicht jedermanns Sache. 

Suunto

Zoop Novo

Suunto Zoop Novo

Der Zoop Novo von Suunto ist einfach zu bedienen und hat eine ganze Reihe von Funktionen, die vor allem Einsteigern zugute kommen. Luftintegration nicht möglich. Für den Preis dennoch ein gutes Gerät.

Cressi

Giotto

Cressi Giotto

Cressi hat die Funktionalität um einige Features erweitert, die den Giotto zu einem guten Gerät für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen machen. Luftintegration nicht möglich.

Mares

Icon HD

Mares Icon HD

Der Mares Icon HD mit großem LCD-Farbdisplay und kinderleichter Bedienung ist eine Informationskanone. Eine umfangreiche Funktionsauswahl sorgt für entspanntes Tauchen für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Shearwater

Perdix AI

Shearwater Perdix AI

Besitzer des Shearwater Perdix Tauchcomputers schwören darauf, dass es das beste Gerät aller Zeiten ist. Besitzt umfangreiche Funktionen und Reportings für erfahrene Taucher. Nicht geeignet für Einsteiger.


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Tauchcomputer Test: Die Geräte im Detail

An dieser Stelle findest du zukünftig die Berichte zu den einzelnen Geräten. Aktuell befinden sich Erfahrungsberichte zum Cressi Giotto und dem Suunto Zoop Novo in Bearbeitung.


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Die Wichtigkeit des Computers

Korrekt benannt ist ein Tauchcomputer ein Dekompressionstauchcomputer. Seit 1959 löst der Tauchcomputer die zuvor verwendete Dekompressionstabelle ab und ist zu einem wichtigen und unverzichtbaren Utensil für alle Taucher geworden. Mit seiner Hilfe können Tauchgänge exakt geplant und durchgeführt werden und gefährliche Dekompressionsunfälle verhindert werden. Er misst während des Tauchvorgangs die jeweilige Tiefe und die Tauchzeit.

Tauchcomputer versus Tauchtabelle?

Tauchcomputer haben zu Recht an vielen Stellen die zuvor gängigen Dekompressions- oder auch Tauchtabellen abgelöst.

Die Tabellen dienen zur Berechnung von Stickstoffspiegel, Oberflächenintervallzeit und daraus resultierenden Unterwasserzeiten. Tauchcomputer automatisieren diese Überwachung in Echtzeit und bieten damit einen wesentlich einfacheren und sichereren Weg Tauchgänge zu überwachen. Zudem wurden Tauchtabellen historisch betrachtet nicht für Sporttaucher, sondern Marinetaucher entwickelt. Ursprünglich verwendet, um von der Oberfläche in eine definierte Tiefe abzusteigen und wieder aufzusteigen, bilden sie die Ansprüche eines Sporttauchers nicht vollständig ab. Der Sporttaucher bewegt sich in verschiedenen Tiefen und erkundet die Unterwasserwelt. Die Stickstoffabsorption des Körpers variiert entsprechend Gewicht, Körpertyp und Tauchtiefe. Je tiefer der Abstieg, desto höher die Absorption. Je höher die aufgenommene Stickstoffmenge, je länger die Pausen zwischen den Tauchgängen.  

Tauchcomputer im Einsatz

Tauchcomputer bieten höchste Sicherheit und erstellen ein detailliertes und in Echtzeit abrufbares Tauchprotokoll, was die herkömmliche Tauchtabelle in der Form nicht kann.

Zu Beginn des Tauchgangs wird der Druck gemessen und die Stickstoffsättigung jeder Körperstruktur. Aus der Messung von Druck und Zeitpunkt ermittelt der Tauchcomputer die maximale Aufstiegsgeschwindigkeit und berechnet daraus den Prozentsatz der für den Körper sicheren Stickstoffabsorption.  Durch Messung der Ausgasung berechnet der Tauchcomputer die Zeit, die zwischen zwei Tauchgängen an der Oberfläche verbracht werden muss.

Tauchcomputer sind entweder in der Größe eine Armbanduhr erhältlich und werden am Handgelenk getragen oder sie sind in die andere Tauchausrüstung integriert.

Der Wasserdruck wird mittels eines Sensors aus Silizium gemessen. Zudem sind in einem druckfesten Gehäuse ein Mikroprozessor und ein LC-Display bzw. bei neuer Technik ein OLED-Display integriert.   


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Unterschiedliche Arten von Tauchcomputern

Tauchcomputer Wrack

Zwischen den im Handel erhältlichen Tauchcomputern besteht ein gravierender Unterschied: das zugrundeliegende Berechnungsmodell für die Sättigung des Gewebes mit Stickstoff.  Dennoch können Einsteiger beruhigt sein, denn alle Berechnungsvarianten der sogenannten Restnullzeit, also der Zeit, die noch unter Wasser verbracht werden kann, sind ungefähr gleich sicher.

Tauchcomputer entscheiden sich im Wesentlichen durch die Art der Verbindungen zur Tauchflasche:

Tauchcomputer ohne Luftintegration

In unserem Tauchcomputer Test sind Geräte ohne Luftintegration die gängigste und auch einfachste Art unter den Dekompressionsrechnern. Da er nicht über einen Schlauch- oder Drahtlosanschluss an der Tauchflasche verfügt, wird der Luftverbrauch allerdings nicht in die Berechnung der „Restnullzeit“ einbezogen.

Die Menge der vorhandenen Luft muss bei diesen Modellen vom Finimeter abgelesen werden.  

Für Einsteiger ist diese Art der Tauchcomputer, insbesondere auch im Hinblick auf den günstigen Startpreis von 150 bis 200 Euro geeignet. Beschränkt auf das wesentliche wird der Taucher nicht mit unnötiger Technik und Funktion überfordert.

Luftintegrierte Tauchcomputer 

Zusätzlich zu den Tiefen-, Zeit-, und Dekompressionsberechnungen messen luftintegrierte Tauchcomputer die verbleibende Luftzeit und den Zylinderruck.  Die Sicherheitsfunktion stellt den entscheidenden Vorteil gegenüber Tauchcomputern ohne Luftintegration dar.

- mit drahtlosem Sender

Tauchcomputer dieser Art haben die Restluftanzeige, also das Finimeter, direkt integriert. Deshalb können die Werte sofort in die Berechnung einbezogen werden.

Da nicht auszuschließen ist, dass es zu Unterbrechungen der drahtlosen Verbindung zum Sender des luftintegrierten Tauchcomputers kommen kann, sollte an der Tauchflasche zur Sicherheit ein zusätzliches Finimeter angebracht werden.  Dies bewahrt davor, den Tauchgang aufgrund eventuell auftretender Fehlfunktionen vorzeitig abbrechen zu müssen.

Einsteigern wird in Fachkreisen zunächst von der Verwendung luftintegrierter Tauchcomputer abgeraten. Die Anschaffungskosten sind hoch und die hin- und wieder auftretenden Verbindungsprobleme zwischen Tauchcomputer und Drucksender können den Taucher unter Umständen nervös machen. Dies führt zu höherem Luftverbrauch und bedeutet damit ein vorzeitiges Ende des Tauchgangs.

- mit Schlauchanschluss

Dieser Tauchcomputer wird in eine Halterung für mehrere Instrumente, wie Kompass, Finimeter, Tiefenmesser etc. integriert. Obwohl die Nutzung heutzutage etwas zurückgegangen ist, liegen die Vorteile in der festen und damit vor allem sicheren Verbindung zwischen Tauchcomputer und Tauchflasche mittels eines Schlauches. Damit sind die Messungen zu aktuellem Luftverbrauch und Restluft Bestandteil der Berechnungen.  

Der Taucher sollte sich bewusst sein, dass je mehr Instrumente in der Konsole platziert werden, desto mehr könnte dies zu Lasten der Stromlinienform beim Tauchgang führen.

In einer Stresssituation könnte es unter Umständen für Einsteiger schwierig sein, die Konsole auf Anhieb am Tauchanzug zu finden.


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Die Funktionen eines Tauchcomputers

Im Folgenden erläutern wir Funktionen, die ein Tauchcomputer haben kann.

Anzeige der Restnullzeit

Die Restnullzeit, ist die Zeit, die dem Taucher mitteilt, wie lange er bei gleichbleibender Tauchtiefe und entsprechend des Tauchvorgangs noch unter Wasser verbleiben kann. Nach Ablauf der Restnullzeit droht die Dekompressionskrankheit.

Dekompressionsstopp

Im Rahmen dieser Funktion zeigt der Tauchcomputer die Notwendigkeit von Dekompressionsstopps an. Er gibt also Auskunft darüber, ob der Taucher beispielsweise bei einer Tiefe von 5 Metern eine Pause von 3 Minuten einlegen sollte.

Diese Funktion ist wichtig zur Vermeidung der Dekompressionskrankheit. Anfänger sollten hiervon allerdings keinen Gebrauch machen. Sie sollten sich ausreichend weit von der Nullgrenze bewegen und die vom Tauchcomputer angezeigte Grenze gar nicht erst austesten.

Sicherheitsstopp

Grundsätzlich sollte zum Ende eines Tauchgangs auf 5 Metern Tiefe ein Sicherheitsstopp eingelegt werden. Dieser sollte 3 Minuten dauern. Moderne Modelle von Tauchcomputern starten bei einer Tiefe von 5 Metern automatisch einen Countdown.

Anzeige der Tauchtiefe

Mittels integriertem Tiefenmesser erhält der Taucher eine Information über seine aktuelle Tauchtiefe.

Tauchzeitzähler

Mit Beginn des Wasserkontakts beginnt der Tauchcomputer die Zeit zu dokumentieren, die unter Wasser verbracht wurde.

Akustische Aufstiegswarnung

Bei dieser Funktion gibt der Tauchcomputer ein lautes akustisches Signal von sich, sobald es notwendig wird, die Aufstiegsgeschwindigkeit zu reduzieren.

Flugverbotszeit

Auf Basis von Tauchtiefe und Tauchlänge berechnet der Tauchcomputer die Zeit, in welcher nach Beendigung des Tauchgangs nicht mit einem Flugzeug geflogen werden sollte. Unabhängig von der Berechnung sollte mindestens eine Zeit von 24 Stunden abgewartet werden.

Restsättigung bei Wiederholungstauchgängen

Werden mehrere Tauchgänge hintereinander durchgeführt, merkt sich der Tauchcomputer die Sättigung des Körpers. Durch Berechnung des Abbaus an Stickstoff im Gewebe wird die Nullzeitgrenze für weitere Tauchgänge berechnet.

Luft oder Nitrox

Auf dem Markt sind auch Tauchcomputer erhältlich, die dir ermöglichen mit Luft oder Nitrox zu tauchen. Das könnte für einen späteren Wechsel des Mediums interessant sein. (Nitrox ist ein Atemgasgemisch aus Stickstoff und Sauerstoff, welches die Anreicherung von Stickstoff im Gewebe verlangsamt. Es vermindert die maximale Tauchtiefe, verlängert jedoch die Nullzeit.)

Datentracking 

Diese Funktion gibt Tauchern die Möglichkeit, Protokolldaten und Grafiken ihrer Tauchgänge auf Computer oder Laptop zu laden. Zeit, Aufstiegsgeschwindigkeit, Luftverbrauchsarten und Stickstoffanteil können so komfortabel getrackt werden.

Digitaler Kompass

Das Mitführen von einem separaten Kompass kann sich durch die Integration eines digitalen Kompasses erübrigen.

Austauschbares Batteriesystem

So einfach es klingt, ist ein austauschbares Batteriesystem im Sinne der dauerhaften Verfügbarkeit ohne Nachladung elementar.


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Die bekanntesten Hersteller

Unter den zahlreichen Herstellern von Tauchcomputern sind folgende Produzenten am bekanntesten:

Cressi

Der weltweit älteste Sporttauchgeräte-Hersteller aus Genua. 1946 gegründet, verkauft Cressi heute eine breite Produktpalette.

Mares 

Gegründet 1949 hat sich das italienische Unternehmen zu einem der bekanntesten Hersteller im Tauschgeschäft entwickelt.

Aqua Lung

Langjährige Erfahrung im Sport- und Militärtaucherbereich kommt ambitionierten Tauchern bei diesem französischen Hersteller zu Gute.

Suunto

Bekannt für sein großes Sortiment an Taucheruhren hat sich der finnische Hersteller einen Namen gemacht.

Scubapro 

Der zu den Marktführern zählende amerikanische Tauchausrüster vertreibt eine sehr breite Produktpalette im Tauchsportbereich.

Oceanic

Als kalifornisches Unternehmen mit einer breiten Produktpalette prädestiniert für den Vertrieb von Tauchausrüstung.


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Tipps zur Wartung und Pflege

Der Tauchcomputer wurde für die Belastungen unter Wasser in der Tiefe konzipiert. Trotzdem bedarf der Computer einer regelmäßigen Wartung, damit das beste Stück auch langfristig funktionstüchtig bleibt.

Deshalb hier einige Tipps zur Pflege des Tauchcomputers:

  • Spülen mit Süßwasser: Nach jedem Tauchgang muss der Computer mit Süßwasser abgespült werden. Das Salz des Meeres und anderes organisches Material, das den Computer auf Dauer korrodieren lassen würde, wird damit ganz einfach weggespült.
  • Die Metallkontakte reinigen: Mit einer Zahnbürste müssen die feinen Metallkontakte hin und wieder gereinigt werden. Auch dieser Teil der Tauchcomputer Pflege dient der Entfernung von Salz, Schweiß oder Sonnencreme-Ablagerungen.
  • Armband und Schnallen prüfen: Das Armband des Tauchcomputers kann nach häufigem Gebrauch porös werden. Prüfe die Materialhärte des Materials und ersetze das Armband oder die Schnallen rechzeitig.
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    Trocken und kühl lagern: Am besten lagerst du deinen Tauchcomputer geschützt vor äußeren Einflüssen. Hitze oder Chemikalien können die Dichtungen schädigen. Die Lagerung in einem feuchten Raum über einen längeren Zeitraum hinweg sollte ebenfalls vermieden werden.
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    Keep it classy: Dein Tauchcomputer ist kein kleines Investment. Für eine längere Lebensdauer solltest du ihn mit passenden Markenbatterien füttern, damit du sie nicht so häufig auswechseln musst.
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    Ggf. professionell prüfen lassen: Einige Hersteller bieten Service-Leistungen zu ihren Tauchcomputern an. Dabei wird das Gerät neu kalibriert und auf die Funktionalität aller wichtigen Bestandteile hin geprüft.

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Fazit zum Kauf eines Tauchcomputers

Die Vielzahl der möglichen Funktionen macht die Auswahl des richtigen Tauchcomputers nicht einfacher. Höher, schneller, weiter – auch ein Slogan der für die Auswahl eines Tauchcomputers zutrifft. Wenn du ins Gespräch mit Profis kommst, wirst du über die Menge dessen was möglich ist, erstaunt sein.

Denke bei deiner Kaufentscheidung an die Zukunft. Funktionen, die dich anfänglich überfordern oder welche du nicht nutzt, könnten dir in der Zukunft mit zunehmender Erfahrung hilfreich sein. In unserem Tauchcomputer Test findest du einige passende Geräte, die für eine Vielzahl von Erfahrungs- und Fähigkeitsstufen geeignet sind.

Auf jeden Fall solltest Du auf ein großes und leicht lesbares Display achten. Bedenke dabei, dass die Lesbarkeit der Anzeige von den Wasserbedingungen abhängig ist. Daher sollte das Display idealerweise über eine Hintergrundbeleuchtung und einen weitwinkligen Farbbildschirm verfügen.

Auch die Zifferngröße ist nicht irrelevant. Du solltest immer im Hinterkopf behalten, dass du eine Taucherbrille trägst.

Auch die große Zahl der renommierten Hersteller, wird deine Auswahl nicht leichter machen.

Unsere Tipps lauten daher:  

  • Setze dir ein Budget und grenze damit die Anzahl der in Frage kommenden Tauchcomputer ein.
  • Suche den Kontakt zu erfahren Tauchern und tausche dich mit ihnen über Erfahrungen und Erfordernisse aus.
  • Teste mehrere Tauchcomputer und setze ihr Preis/Leistungs-Verhältnis in einen Kontext mit deinem Fähigkeitsstand.

Wir wünschen Dir viel Freude und „gut Luft“!

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