Waterrower Test und Kaufratgeber 2018

Die Bekanntheit des WaterRowers in Deutschland ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Seitdem Kevin Spacy alias Frank Underwood in der Serie House of Cards dabei gezeigt wurde, wie er auf seinem WaterRower trainiert, ist das Gerät nicht mehr nur Ruderern ein Begriff.

In unserem WaterRower Test haben wir dieses besondere Rudergerät, das mit einem Wasserwiderstand arbeitet, genau unter die Lupe genommen. Die gesammelten Informationen und Erkenntnisse teilen wir gerne, damit du weißt, was du beim WaterRower zu erwarten hast.

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WaterRower Test

Einen WaterRower zu testen und die Ergebnisse zu veröffentlichen ist dem Moment entsprungen, als ich das Gerät bei einem guten Freund das erste Mal in der Wohnung stehen sah und begeistert von der Optik war.

Variantenvielfalt des WaterRowers

Waterrower Eiche

Mein Favorit: WaterRower S4 Eiche

Der WaterRower ist mein persönlicher Favorit. Er vereint eine hochwertige Optik, den S4 Leistungsmonitor und einen fairen Preis in einem Produkt.

Der WaterRower S4 mit Eichenholz liegt genau im preislichen Mittel der unterschiedlichen Ausführungen. Dabei verfügt er über den beliebten Leistungsmonitor, den hohen Sitz, eine Doppel-Schiene und eine edle Optik.

Abgesehen davon gibt es einige andere Varianten des WaterRowers:

Am unteren preislichen Ende bietet das Modell A1 eine etwas abgespeckte Version des Originals: Einfacherer Leistungsmonitor mit wenigeren Einstellungsmöglichkeiten, niedriger Sitz und nur eine einfache Schiene. Dafür die gewohnte Holzoptik und ein vergünstigter Preis im Vergleich zum S4.

Besonders luxuriös wird es mit den WaterRowern S4, die aus seltenen, teuren Hölzern bestehen. Zur Auswahl steht beispielsweise das Holz vom Kirschbaum oder vom Nussbaum. Abgesehen von der Optik unterscheiden sich diese Ausführungen nicht von meinem Favoriten, dem WaterRower S4 aus Eichenholz.

Hier eine Übersicht der unterschiedlichen Rudergeräte:

Modell

Material

Preis

WaterRower A1

WaterRower A1

Esche

WaterRower S4

WaterRower S4

Esche

WaterRower S4 Eiche

WaterRower S4

Eiche

Waterrower S4 Kirsche

WaterRower S4

Kirsche

Waterrower S4 Shadow

WaterRower S4

Stahl

Widerstand

Die Technologie, die im WaterRower zum Einsatz kommt, einzigartig.

Es gibt zwar weitere Modelle auf dem Markt, die ein ähnliches Wasser-Widerstandssystem benutzen, aber keines vermittelt so ein echtes Feeling wie das des WaterRowers.

Je stärker man rudert, desto stärker wird der Widerstand, gegen den man arbeitet. Um das grundlegende Schwierigkeitsniveau zu verändern, muss man den Tank nur mit mehr oder weniger Wasser befüllen. Hierbei bedeutet ein voller Wassertank ein höchstmaß an erzeugbarem Widerstand.

In der Ruderbewegung ansich entspricht der WaterRower einer echten Ruderbewegung auf dem Wasser. Zu Beginn des Zugs spürt man regelrecht wie schwerfällig das Wasser ist, bevor man das Paddel beschleunigt und die Trägheit des Wassers nachlässt.

Andere Ruderergometer, z.B. der Concept2 bedienen sich der Luft, um Widerstand zu erzeugen. Dadurch ist der Beginn des Schlags wesentlich leichter und der Widerstand nimmt erst im Laufe der Bewegung zu.

Letztlich ist es eine Geschmackssache, welches System man bevorzugt. Ich habe beide Winderstandprinzipien getestet (Concept2 im Fitnessstudio) und bin eher von dem Gefühl des Wassers begeistert.


Waterrower Lautstärke

Ein weiterer Vorteil des WaterRowers ist die Geräuschkulisse, die beim Rudern entsteht.

Das Band, an dem man zieht, ist bei der Bewegung fast lautlos. Gepaart mit den harmonischen Geräuschen des Wassers, das bei jedem Schlag im Tank rotiert, wird eine angenehme und authentische Atmosphäre erzeugt.


Aussehen

Die meisten Rudergeräte der Firma werden zu großen Teilen aus edlen Hölzern hergestellt, das nachhaltig angebaut wird. Dadurch kann ein Naturprodukt mit gleichbleibend hoher Qualität angeboten werden, was sich auch in der Optik bezahlt macht.

Je nach Geschmack kannst du zwischen Nussbaum-, Eschen, Eichen- und Kirschbaumholz wählen. Wer als Privatkunde ein Rudergerät für den Hausgebrauch sucht, ist mit diesen Optionen bestens beraten. Durch die Holzkonstruktion wirkt der WaterRower weniger wie ein Sportgerät, sondern eher wie ein Designermöbel.


Die Ergonomie auf dem Prüfstand

Der Zugschlitten des WaterRowers ist komplett flach, wohingegen der Schlitten des Concept2 eine leichte Neigung zur Front hat. Das macht den WaterRower ideal für Menschen mit Knieproblemen, da die Belastung auf die Gelenke abnimmt.

Der Sitz ist gut gepolstert und sorgt für eine bequeme Position. Der Griff ist hingegen robust und sorgt für einen guten Halt.

Negativ ist mir aufgefallen, dass die Fußhalterungen nicht für den Barfußgebrauch gemacht sind. Die Halterung ist am unteren Ende komplett quadratisch und hat relativ scharfe Kanten, die mich stören, wenn ich barfuß rudere. Wer allerdings nur mit Schuhen rudern möchte, den sollte dieser Kritikpunkt nicht stören.

Ein weiterer Nachteil, der mir aufgefallen ist, ist der Winkel des Sitzes, da dieser leicht nach hinten gekippt ist. Das macht es etwas schwerer, eine aufrechte Position einzunehmen und den Beginn des Schlags einzuleiten, da man sich weiter nach vorne richten muss. Selbstverständlich ist dadurch auch das Ende der Bewegung etwas leichter. Nichtsdestotrotz herrscht eine verstärkte Belastung auf den unteren Rücken durch die nach hinten geneigte Position.


Was kann der Monitor des WaterRowers?

Der kleine Leistungsmonitor des Rudergeräts befindet sich seitlich am vorderen Ende. Er zeigt die erzeugte Leistung, die Schlagzahl, die zurückgelegte Distanz, die verbrauchten Kalorien und die Stoppuhr an. Optional kann sich der Athlet einen Pulsgurt kaufen, der sich mit dem Monitor verbinden lässt und die Herzfrequenz anzeigt.

Darüber hinaus kann man über das Zonentraining bestimmte Distanzen einstellen und üben. Der kleine Computer spuckt dann alle wichtigen Kennzahlen zu den einzelnen Strecken an, die zurückgelegt wurden.


Aufbewahrung

Der WaterRower kann besonders platzsparend verwahrt werden, wenn er nicht benutzt wird. Mit einem Handgriff kann man das Gerät vertikal aufrichten und an den gewünschten Standort rollen. Aufgerichtet benötigt das Gerät gerade einmal rund 80 x 90cm Stauraum und eignet sich somit bestens als Heimtrainingsgerät.


Langlebigkeit

Der WaterRower ist für den langjährigen Einsatz konzipiert. Er wird regelmäßig über Jahre und Jahrzente hinweg von Privatleuten und Fitnessstudios ohne Probleme eingesetzt.

Selbst wenn mal ein Einzelteil kaputt gehen sollte, kann man bei der Firma selbst diese Teile nachkaufen. Der Preis der Einzelteile ist durchaus fair und nicht überteuert.


Preis

Der Preis für einen WaterRower beläuft sich auf rund 1.000 bis 1.500€. Modelle mit teureren Hölzern befinden sich am teureren Ende der Preisspanne, wohingegen günstigere Hölzer für einen günstigeren Preis sorgen.

Die Funktion der einzelnen Modelle unterscheidet sich nicht maßgeblich.

Für ein Rudergerät 1.000 bis 1.500€ zu bezahlen, ist fraglos viel Geld. Bei dem WaterRower handelt es sich allerdings schon seit Jahrzehnten um eine der besten Marken für Rudergeräte, die sich durch Langlebigkeit, Verarbeitungsqualität und ein extravagantes Design auszeichnen.

Wer das Gerät als eine Investition sieht, die über die nächsten Jahrzehnte genutzt werden kann, um sportlich und gesund zu bleiben, sollte sich weniger Gedanken um den Preis machen und sich vielmehr Gedanken um die Qualität des Produkts machen.

Unserer Meinung nach rechtfertigt die hohe Qualität den ebenso hohen Preis.


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Die Geschichte des WaterRowers

John Duke war Teil des US-amerikanischen Ruderteams, als er die Idee hatte ein Ruderergometer zu erfinden, dass das eigentliche Rudern auf dem Wasser bestmöglich imitiert.

1988 hat er das WaterFlywheel erfunden und patentieren lassen, bei dem ein speziell geformtes Paddel innerhalb eines Wassertanks rotiert und den Schwierigkeitsgrad bestimmt.

Durch diese Technologie ist es möglich, dass der Trainierende selbst dafür verantwortlich ist, wie viel Arbeit er verrichtet. Je stärker die Ruderbewegung, desto höher der Widerstand des Wassers. Je höher der Widerstand ist, den man überwindet, desto schneller rudert man.

Diese Technologie, gepaart mit den Geräuschen des Wassers im Tank sorgt dafür, dass man sich schon nach wenigen Zügen so fühlt, als würde man auf einem echten Ruderboot sitzen.

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