DIY Webrahmen selber bauen - Anleitung

Wenn du schon immer einen Webrahmen selber bauen wolltest, bist du hier genau richtig. Heute lernst du, wie du einen einen beliebig großen Webrahmen selbst herstellst und wie du dabei bares Geld sparst. Auch musst du auch handwerklich nicht unfassbar geschickt sein, sondern kannst bereits mit einfachen Mitteln sehenswerte Resultate erzielen.

Genug um den heißen Brei geredet – fangen wir mit der Anleitung an:

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Benötigte Materialien und Werkzeuge

  • Kiefernbrett: Länge entsprechend der Größe des Webrahmens. Breite zwischen 5 und 7 Zentimetern. Alternativ: Vier Kiefernleisten in passender Länge und Breite.
  • Acht Schrauben zur Befestigung der einzelnen Holzseiten
  • Zahlreiche Nägel
  • chevron-right
    Kettgarn zum Bespannen
  • Zollstock
  • Hammer und Akku-Schrauber
  • chevron-right
    Ggf. Säge zum Zerteilen des Holzes

Zusätzliche Materialien für Standbeine

Wenn du einen besonders großen Webrahmen bauen willst, kann es durchaus sinnvoll sein, zwei Standbeine am Rahmen zu befestigen. So kannst du den Rahmen hinstellen und im Stehen arbeiten oder die Beine einklappen und den Rahmen niederlegen.

Dafür benötigst du:

  • 2 Standbeine – Beispielsweise aus dem selben Holz wie der Rahmen
  • 2 Scharniere
  • Vier Schrauben, um die Scharniere zu befestigen
  • Gliederkette, um den Winkel der Standbeine zu begrenzen
  • Ggf. Zange, um die Gliederkatte zu teilen oder zu kürzen

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Holz zurechtschneiden

Wenn du das Holz am Stück kaufst, musst du es in passend große Teile zersägen oder zersägen lassen. In jedem Baumarkt sollte es einen Sägeservice geben, der dir das Holz ins passende Maß sägt. Wenn du dich für ein leicht zu verarbeitendes Holz wie das der Kiefer entschieden hast, kannst du es auch problemlos selbst sägen.

Für einen Standwebrahmen ist eine Länge von 90 cm und eine Breite von 60 cm ideal, wobei du selbstverständlich frei entscheiden kannst, wie groß dein Rahmen werden soll.

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Holzleisten zusammenschrauben

Die vier geschnittenen Holzleisten kannst du nun in einer Rahmenform übereinanderlegen. Zur einfacheren Handhabung ist es sinnvoll, die kürzeren Seiten auf die längeren zu legen.

Anschließend nimmst du den Akkuschrauber zur Hand und treibst jeweils zwei Schrauben pro Eckverbindung in das Holz. Für optimale Stabilität kannst du jeweils eine Schraube in die Nähe der Außenkante und in die Nähe des Innenwinkels bohren. Vier Schrauben pro Eckverbindung werden dadurch überflüssig - Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du dennoch mehr Schrauben verwenden.

Alle vier Ecken werden so nacheinander befestigt. Bevor du eine neue Ecke verschraubst, solltest du sie bündig und rechtwinklig ausrichten. Nur so wird aus den Holzstücken ein Rechteck.

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Standbeine hinzufügen (optional)

Wenn du einen stehenden Webrahmen selber bauen willst, benötigt dein Konstrukt Standbeine. Dazu solltest du den Rahmen umdrehen. Die kurzen Seiten liegen nun auf der Arbeitsfläche auf, sodass die langen Seiten obenauf liegen und zu dir zeigen.

Die Länge der Standbeine ist variabel. Generell gilt: Je länger sie sind, desto stabiler kann der Rahmen später stehen. Der Standwinkel wird später mit einer Kette reguliert.

Lege nun die Standbeine an die langen Holzseiten und markiere, wo du das Scharnier an der langen Seite des Rahmens befestigen willst. Anschließend verschraubst du das Scharnier zuerst mit den Standbeinen und dann erst mit dem Holzrahmen an der Markierung. Wiederhole es für die das zweite Bein.

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Kette befestigen (optional)

Die Standbeine sind in Position, jetzt geht es darum, sie mit einer Kette in die richtige Position zu bekommen, wenn sie aufgestellt werden. Würdest du auf die Kette verzichten, würde das Scharnier vollständig aufklappen. Zwei Schrauben oder zwei tief ins Holz getriebene Nägel funktionieren perfekt als Befestigung.

Befestige dazu jeweils eine Schraube oder einen Nagel an der langen Innenseite des Rahmen und an der nach innen zeigenden Seite des Standbeins. Wenn du eine Kette mit dazu passenden Ösen hast, kannst du sie an variabler Stelle einhängen. Ansonsten kannst du die Kette an beiden Schrauben/Nägeln mit einem Doppelknoten zusammenbinden.

Die Länge der Kette richtet sich danach, wie groß der Winkel deines Rahmens sein soll.

  • Je kürzer die Kette, desto aufrechter steht der Rahmen, desto instabiler wird er
  • Je länger die Kette, desto schräger/flacher steht der Rahmen, desto stabiler wird er (Größere Grundfläche)

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Nägel markieren und befestigen

Der Rahmen steht schon, nun kümmern wir uns um die Nägel, die später mit Kettfäden bespannt werden. Dazu müssen die kurzen Seiten des Rahmens oben auf den langen Seiten liegen und zu dir zeigen. Die Nägel werden frontal entlang der beiden kurzen Seiten befestigt.

Bevor du die Nägel ins Holz hämmerst, musst du die Position jedes Nagels vorzeichnen. In Abständen von 6, 7 oder 8 mm (entweder oder – nicht mal so mal so) wird jeweils eine Markierung bzw. später ein Nagel benötigt. Je größer der Abstand zwischen den einzelnen Nägeln, desto lockerer wird das gewebte Textil später. Je kleiner der Abstand, desto enger werden die einzelnen Fasern später zusammengeschoben.

Wenn du die beiden kurzen Seiten auf ganzer Länge in regelmäßigen Abständen markiert hast, kann der Spaß beginnen. Hämmere jeweils einen Nagel in eine Markierung. Achte darauf, sie (halbwegs) gerade zu treffen und sie in einer geraden Linie zu befestigen. Die Nägel sollen nicht bis zum Anschlag ins Holz geschlagen werden, sondern nur so tief darin stecken, dass sie nicht mehr hin und her wackeln, wenn du den Rahmen bespannst.

Pass' außerdem beim Nageln auf deine Finger auf . Wenn du einen Webrahmen selber bauen willst, wirst du dutzende Nägel anbringen müssen – Nach einer Weile wird man da man schnell unachtsam.

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Den Rahmen bespannen

Klasse – das Gerüst steht. Der Rahmen wartet geradezu darauf bespannt zu werden. Knote dazu den Kettfaden zum Beispiel am ersten Nagel oben links mit einem kräftig zu. Anschließend wickelst du den Faden um den ersten Nagel der gegenüberliegenden Rahmenseite (hier unten links).

Während du den Faden auf Spannung hältst, führst du den Faden zurück zum nächsten Nagel der gegenüberliegenden Seite. Wiederhole diesen Prozess so lange, bis der Webrahmen komplett bespannt ist. Knote den Faden am letzten freien Nagel fest und schon ist dein selber gebauter Rahmen bereit für den Einsatz.

Achte beim Bespannen auf eine konstante Spannung im Faden, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Folgendes Video zeigt dir noch einmal bildlich das Vorgehen beim Bespannen des Webrahmens:

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Einen kleineren Webrahmen selber bauen

Alternativ zu dem großen Standrahmen kannst du auch einen kleineren Webrahmen selber bauen. Wenn du ohnehin nur kleinere Flächen weben willst, funktioniert diese Variante ausgezeichnet und ist wesentlich aufwandsärmer als den großen Holzrahmen zusammenzuschrauben.

Da ein kleinerer Rahmen weniger Stabilität benötigt als ein großer, kannst du als Basis ganz einfach Keilrahmenleisten verwenden. Die Leisten werden ineinandergesteckt und an den Verbindungen zusammengetackert.

Der Rest des Aufbaus, also das Befestigen der Nägel und das Bespannen des Rahmens,  entspricht dir ersten Anleitung.

In folgendem Video wird dir genau gezeigt, wie du einen kleineren Rahmen selber machen kannst:

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